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Hausach Panzer hat Hobby zum Beruf gemacht

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Thomas Panzer inmitten seines Modellbahnparadieses: Der 49-Jährige betreibt seit zehn Jahren die Schwarzwald-Modell-Bahn gegenüber des Hausacher Bahnhofs. Foto: Spitzmüller Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Christina Spitzmüller

Hausach. Vor zehn Jahren hat sich Thomas Panzer seinen Traum erfüllt: Seither steht Europas größte Modelleisenbahn mit realem Vorbild in Hausach. Am Wochenende feiert sie ihr Jubiläum. Kinderschminken, Modellhäuserbasteln und Führungen durch die Anlage sind Teil des Programms am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Schon als Kind war Thomas Panzer leidenschaftlicher Modelleisenbahner, seine älteren Brüder machten’s ihm vor. Keine Frage, dass sich im Keller des Elternhauses in Gutach eine kleine Modellanlage von etwa 20 Quadratmetern fand. Irgendwann waren die Gleise und Züge dann aber nicht mehr so "in", wie Thomas Panzer erzählt. Mit 14, 15 verlor er langsam das Interesse an dem Hobby.

Erst durch eine Krise kamen die Eisenbahnen en miniature wieder in sein Leben: 2000 verkaufte der gelernte Glaser und Fensterbauer ein Haus, kündigte und ging mit seiner Frau ein Jahr lang auf Weltreise. "Wir waren unter anderem in Kanada und Neuseeland. Das Jahr hat gut getan", meint er heute. Natürlich war geplant, nach der Reise wieder im alten Beruf zu arbeiten. Aber da kam ihm die Flaute am Bau, die damals herrschte, dazwischen. Thomas Panzer meldete sich arbeitslos. Die Idee, mit einer Modellbahnanlage etwas Einzigartiges in Hausach zu schaffen, keimte in ihm auf.

Zufällig war die für ihn zuständige Arbeitsvermittlerin in Hausach aktive Modellbahnerin, sie schickte Thomas Panzer zu einem Seminar über Existenzgründung. Vier Monate dauerte das Ganze. Er kam mit einem ausgereiften Businessplan zurück. Etwa ein Jahr lang steckte er in der Planung, musste Räumlichkeiten finden und die Finanzierung abklären.

Im April 2003 ging es dann los: Innerhalb von sieben Monaten baute Thomas Panzer die Schwarzwaldbahn mit dem Streckenabschnitt Hausach – Hornberg – Triberg im Maßstab 1:87 nach. Er bekam ehrenamtliche Unterstützung von Bekannten, einige Interessierte meldeten sich nach Berichten über sein Vorhaben in der Zeitung. Ein achtköpfiges Team errichtete schließlich das Grundgerüst der Schwarzwald-Modell-Bahn auf 400 Quadratmetern Fläche, 50 mal so groß wie damals im Elternhaus. Bei der Eröffnung im September 2003 konnten die Besucher noch in die Anlage hineinsehen. Während der Öffnungszeiten wurde dann weitergebaut. „Wir haben da auch die Landschaften gestaltet, das war auch für die Besucher ganz interessant“, berichtet Thomas Panzer aus der Zeit. Mit viel Liebe zum Detail sind so typische Szenen des Schwarzwaldes entstanden. Ein Miniatur-Hausach findet sich rund um den Ausgangsbahnhof, die Häuser sind teilweise originalgetreu nachgebaut.

"Zehn Jahre harter Kampf", fasst der 49-Jährige, der mit seiner Frau in Mühlenbach lebt, seine Jahre als Inhaber der Schwarzwald-Modell-Bahn zusammen. Er lebt hauptsächlich von den Touristen, die zum Teil auch mehrfach kommen. Einheimische sieht er eher selten in seiner Anlage. Aber er hat es nie bereut, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben. Trotzdem: Obwohl er sein einstiges Hobby zum Beruf gemacht hat, "ist es ein Job wie jeder andere", meint Thomas Panzer nüchtern. Auch für ihn stünden an freien Tagen Büroarbeit und Einkäufe auf dem Plan. "Aber ich kann viel basteln und gestalten, mich kreativ austoben", fügt er hinzu, "das macht auch nach all den Jahren immer noch viel Spaß!"

 
 

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