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Hausach "Müssen nicht auf alles verzichten"

Von
Brundhilde Hauer und Albert Harter mit den Utensilien, die sie in ihrem alltäglichen Leben brauchen Foto: Reinhard Foto: Schwarzwälder Bote

Die Diagnose Diabetes stellt das Leben erst einmal auf den Kopf. Glücklicherweise gibt es nicht nur Hilfe in Form von Insulin. Seit 20 Jahren unterstützt und informiert die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Mittleres Kinzigtal Erkrankte.

Hausach/Mittleres Kinzigtal. Albert Harter, der seit der Gründung der Selbsthilfegruppe vor 20 Jahren deren Vorsitzender ist, traf es vor 26 Jahren. Als bei ihm Diabetes Typ Eins diagnostiziert wurde, durchlief er die übliche Maschinerie, wurde medikamentös eingestellt und bekam von seiner Ärztin irgendwann den Tipp, sich an die Diabetiker-Selbsthilfegruppe in Offenburg zu wenden. Mehrere Jahre besuchten Harter und seine Leidensgenossen Fritz Sum und Hermann Heizmann diese Gruppe, bevor sie auf die Idee kamen, eine eigene Anlaufstelle für Erkrankte aus dem Kinzigtal zu gründen. Also nahmen sie Kontakt auf mit dem Landesverband des Deutschen Diabetiker-Bunds, setzten sich mit Fachärzten in Verbindung und terminierten die erste Zusammenkunft auf Oktober 1999.

Zeitungsinserat kündigt erstes Treffen an

Mit einem Zeitungsinserat machten die Gruppengründer auf die Veranstaltung aufmerksam. Und tatsächlich: Gleich beim ersten Mal kamen mehr als 20 Interessierte.

Seitdem gibt es einmal im Monat – in der Regel am vierten Mittwoch – Vorträge von Experten, die die Zuhörer über verschiedene Themen rund um die Zuckerkrankheit aufklären. Aber die Diabetiker treffen sich auch zu Wanderungen, Spaziergängen und Ausflügen. Referenten zu finden sei nicht sehr schwer, so Harter, obwohl die Gruppe versucht, vor allem Experten aus der Region einzuladen und entsprechende Fachärzte auch im Bereich der Diabetologie in Ländlichen Raum Mangelware sind.

"Die Kooperation zwischen uns und den Ärzten funktioniert sehr gut", so Harter. Die Verzahnung mit den Netzwerk "Gesundes Kinzigtal" tue da ein Übriges.

Zu den Vorträgen kämen meistens ältere Menschen. "Dabei greift Diabetes immer mehr um sich, auch bei jungen Leuten", weiß die stellvertretende Vorsitzende Brunhilde Hauer, die seit acht Jahren dabei ist. Sie und Harter vermuten, dass jüngere Erkrankte sich vor allem über neuere Medien und das Internet versuchen über neue Techniken und Medikamenten zu informieren und Kontakt zu anderen Erkrankten aufzunehmen.

Harter und Hauer wissen mittlerweile mit ihrer Krankheit umzugehen. "Das wichtigste ist, zu den Kontrolluntersuchungen zu gehen, zum Spätfolgen zu vermeiden", sagt Hauer. Auch geringgeringfügig erhöhte Blutzuckerwerte können schwerwiegende Probleme bereiten, Dazu gehören beispielsweise chronisch offene Wunden, Beine, Sehstörungen bis zur Blindheit und Durchblutungsstörungen in den Extremitäten, die dazu führen können, dass amputiert werden muss. Harter hat immer ein Messgerät und einen Pen dabei, mit dem er sich Insulin spritzen kann. "Wir müssen nicht auf alles verzichten und dürfen auch mal ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte essen", erklären die beiden Vorsitzenden. "Wir müssen danach eben öfter messen und noch mehr auf unsere Ernährung achten."

Die Gruppe feiert ihren 20. Geburtstag am heutigen Samstag, 16. Novmeber, im kleinen Kreis ab 11 Uhr im "Schwarzwälder Hof" in Hausach.

Ein normaler Blutzuckerwert liegt zwischen 80 und 120 mg/dl. Alles was unter 70 mg/dl liegt, gilt als Unterzuckerung, Werte über 160 mg/dl sind eine Überzuckerung.

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