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Hausach IG Metall kritisiert Stellenabbau bei Thielmann

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In der Mittagspause gingen am Montag zahlreiche Thielmann-Mitarbeiter auf die Straße. Foto: Akar

Hausach - In Bezug auf den geplanten Stellenabbau beim Containerhersteller Thielmann Ucon äußert sich nun auch die IG Metall. Sie wirft der Geschäftsführung mangelnde Kooperationsbereitschaft vor.

"Seit April befinden sich Betriebsrat und IG Metall in Gesprächen mit der neuen Geschäftsführung, die mit Maßnahmen wie Auslagerungen, Werkverträgen und Stellenabbau den Standort umstrukturieren möchte", führt Gewerkschaftssekretärin Nevin Akar in einer Pressemitteilung aus. Nach den Plänen der Geschäftsführung sollen zunächst nur 150 von aktuell 186 Beschäftigten im Unternehmen verbleiben. Dieses Vorhaben sorge für Empörung und Widerstand in der Belegschaft.

"Es ist uns wichtig, in konstruktiven Gesprächen mit der Geschäftsführung nach Lösungen zu suchen. Allerdings sind die Verhandlungen schwierig, was leider vor allem einer undurchsichtigen Strategie und mangelnder Informations- und Kooperationsbereitschaft der Geschäftsführung geschuldet ist", schreibt Akar. So sei es zum Beispiel schwierig, einen transparenten Überblick über die tatsächliche wirtschaftliche Lage zu gewinnen, da die Geschäftsführung sich weigere, einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer für einen angemessenen Prüfungszeitraum zuzulassen.

"Das macht die Verhandlungen und vor allem die Suche nach alternativen Lösungen denkbar schwierig. Dabei sind wir der festen Überzeugung, dass die Beschäftigten bei Thielmann Ucon konstruktive Vorschläge für Optimierungen haben, die den Standort und die Beschäftigung nachhaltig sichern und stärken", so Akar.

Auch gab es bereits mehrere Protestaktionen der Beschäftigten in der Mittagspause, bei denen sich eine breite Mehrheit hinter die Positionen des Betriebsrats und der IG Metall stellten.

Statt auf Lösungsvorschläge des Betriebsrats und der Belegschaft, die laut IG Metall einen Stellenabbau hätten vermeiden können, einzugehen, fordert die Geschäftsleitung zudem eine verpflichtende flexible Arbeitszeitregelung, was bei den Beschäftigten für noch mehr Empörung sorge. So erklärte die Geschäftsleitung die Interessenausgleichsverhandlungen als gescheitert und ging vor eine Einigungsstelle.

Insgesamt sollen beim Hausacher Unternehmen Thielmann Ucon etwa 40 Stellen abgebaut werden. Dafür sollen laut dem Geschäftsführer Igor Ferlan die Verträge der Zeitarbeiter und die befristeten Verträge auslaufen, was rund 20 Personen betreffe. Hinzu kämen dann noch Mitarbeiter, die in Rente gehen. Übrig blieben laut Ferlan dann noch zehn Stellen, die gestrichen werden sollen. Diese sollen über das "Freiwilligenprogramm" gefunden werden. Dabei will Thielmann gezielt die Mitarbeiter ansprechen, die beispielsweise kurz vor der Rente stehen, umziehen oder sich sowieso beruflich umorientieren wollen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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