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Hausach Große Hingabe für das Alemannische

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Ursula Aberle von der Muettersproch-Gesellschaft mit der neuen CD. Foto: Agüera

Hausach - Die Muettersproch-Gsellschaft (MSG) setzt sich intensiv mit dem alemannischen Dialekt auseinander. In ihren knapp 20 Regionalgruppen wird zwar der ganz eigene Dialekt gepflegt, eins haben die Gruppen und ihre Dialekte jedoch gemeinsam: Sie sprechen alle alemannisch.

Dialekte strahlen Charme und Verbundenheit mit Herkunft, Heimat und Tradition aus, und vom Kaiserstuhl und dem Dreiländereck, vom Wiesental und dem Hotzenwald über den Hochrhein, das Geroldseckerland, Kahlenberg bis zu den Seealemannen am Bodensee, herrscht das Alemannische.

Den Vorsitz der Regionalgruppe Kinzig-, Wolf- und Gutachtal hat Ursula Aberle inne. Die Hausacherin weiß "zu schwätze". "Wir sind bemüht, dass unser Dialekt nicht verloren geht", erklärt Ursula Aberle, natürlich von ihr im Husacher Dialekt gesprochen. Mit Veranstaltungen wie Lesungen, Stammtischen und Liederabenden machte die Gruppe schon mehrfach auf sich aufmerksam. Die rund 40 Mitglieder von Hausach, Haslach, Steinach, Wolfach, Oberwolfach, Gutach und Zell treffen sich regelmäßig "am erschte Fridig im grade Munet". Gäste seien bei den Stammtischen und Veranstaltungen herzlich willkommen, betont die Vorsitzende.

Nun hat der Verein im Jahr seines 50-jährigen Bestehens zur Erhaltung der alemannischen Sprache eine CD herausgebracht. Auf "Horch emol" sind nachdenkliche und lustige Geschichten in alemannischer Sprache für Kinder und Erwachsene zu hören. Wie unterschiedlich Alemannisch sein kann, ist schnell herausgehört. "Dä alde Mann un siner Freund Schaköbbel" wird von der Ortenauerin Margot Müller im hiesigen Niederalemannisch gelesen. Aber auch der Hochalemanne, der aus dem Kleinen Wiesental stammende Markus Manfred Jung, ist kein Unbekannter, war er doch schon zu Gast beim Hausacher Leselenz. Er ist mit "De Überfall" auf der CD vertreten.

"Kindergarten-Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschul-Lehrerinnen und Lehrer sollen sich angesprochen fühlen und die Kinder im Dialekt motivieren", erklärt Ursula Aberle. Deshalb kann die CD kostenlos von Kindergärten und Grundschulen bei ihr abgeholt werden.

"Unser Dialekt gehört zu unserer Kultur, wenn er verschwindet, fehlt ein Teil davon", gibt die Muettersprochlerin zu Bedenken. Mundartlesungen werden an allen Schularten von der Grundschule bis hin zur Oberstufe des Gymnasiums, altersentsprechend angeboten. "Diese sind alle kostenlos und werden von der Muettersproch-Gsellschaft, Schwäbische Mundart und dem Bödecker Kreis getragen", versichert Ursula Aberle.

Die CD kann bei der Muettersproch-Gsellschaft erworben werden. Für Schulen und Kindergärten ist das Angebot kostenlos. Interessierte können sich bei Ursula Aberle unter Telefon 07831/258 melden. Weitere Informationen gibt es unter www.alemannisch.de.

Die Muettersproch-Gsellschaft Kinzig-, Wolf- und Gutachtal lädt am Freitag, 14. Oktober, um 20 Uhr zum Alemannischen Mundartabend "G’schwätzt und G’sunge" ins Refektorium des Kapuzinerklosters in Haslach ein. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Muettersproch-Gsellschaft werden zu diesem Anlass die Offenburger Mundartdichterin Margot Müller sowie der Chor der Trachtengruppe Welschensteinach auftreten. Der Eintritt ist frei.

 
 

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Charlotte Reinhard

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