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Hausach "Gleich 160 Spender sind gekommen"

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Geehrt: Helmut Kropp und Martha Breithaupt sind seit 50 Jahren Blutspendehelfer. Foto: Agüera

Hausach - Seit vor knapp einem halben Jahrhundert der DRK Ortsverein zum ersten Mal zur Blutspende bat, hat sich einiges geändert. Die jüngst Geehrten, Martha Breithaupt und Helmut Kropp, waren beim ersten Blutspendetermin am 20. Juni 1963 als Helfer dabei und haben dem SchwaBo von damals berichtet. Sie sind Stammhelfer bei Blutspendeterminen in Hausach: Der einstige Rotkreuzhelfer Helmut Kropp ist bis heute, nun als stellvertretender Bereitschaftsführer, aktiv.

Seit rund drei Jahren obliegt dem heute 76-Jährigen die Organisation der Blutspendentermine. Und als Schwesternhelferin und von 1966 bis 1979 als vertretende Bereitschaftsführerin, war Martha Breithaupt bis noch vor etwa vier Jahren bei den Blutspendenterminen im Einsatz. Die heute 89-Jährige übernahm den Betreuungsdienst am Bett der Blutspender und war immer gern zu netten Gesprächen bereit.

"Es durfte aber nie zu persönlich werden. Das war oberste Pflicht", erinnert sie an die Schweigepflicht, die auch für die Helfer gelte. Im Aufenthaltsraum der Firma Mannesmann, heute Ucon, wurde das erste Mal das Blut der Spender angezapft. Dr. Friedrich Katz Senior (Vorsitzender von 1929 bis 1973), Otto Sonntag (Bereitschaftsführer 1956 bis 1977) und Klara Lehmann (Bereitschaftsführerin 1956 bis 1966), wagten damals den zukunftsweisenden Schritt.

"Gleich 160 Spendenwillige waren gekommen", berichtet Helmut Kropp über die "sehr hohe Anzahl". Recht schnell hätten sich die Spenderzahl bei durchschnittlich 220 pro Termin eingependelt. Die 300er-Marke wurde geknackt, als in den Jahren 1981 und 1985 bei einem Termin je 306 Personen zum Aderlass gingen. Gab es bis 1970 und im Jahr 1972 nur einen Blutspendetermin, waren es 1971 und ab 1973 dann schon zwei. Seit 1999 gibt es in Hausach jährlich drei Termine.

Im Jahr 1965 wurde zum Aderlass in die Kellerräume der benachbarten Stadthalle gebeten, später nach oben in die Halle selbst. Schon früher sei die Organisation über Baden-Baden gelaufen. Mittlerweile sind nicht mehr die Hausacher Ärzte beim Blutspenden im Einsatz, sondern die Ärzte werden von der Blutspendezentrale geschickt.

"Es verursachte oft lange Wartezeiten, weil es sein konnte, dass die Hausacher Ärzte zu einem Einsatz gerufen wurden", erinnert sich Kropp. Heute laufe alles viel entspannter ab. Früher saß an jedem Entnahmebett ein Helfer, der genau den Blutspender und die Glasflasche beobachtete, die zusätzlich noch ständig bewegt werden musste, um eine Blutgerinnung zu vermeiden. "Dabei ist man ganz doll-ohrig geworden", erklärt Kropp lachend.

Drei Personen werden nun gleichzeitig betreut, da die komplette Blutabnahme samt Bewegung der Flasche von einem Computersystem überwacht werde. "Trotzdem muss beobachtet werden, ob die Blutspender eine weiße Nase bekommen", wirft Martha Breithaupt ein. Die Glasflaschen sind längst durch Plastikbeutel ersetzt. Eine weitere Änderung ist das "Pflästerle" für den Piekser, das nun ein Bindeverband ist.

Insgesamt machte der Hausacher Ortsverein schon 106 Blutspendentermine, 27 732 Spenden waren in den letzten 50 Jahren zu vermelden.

Weitere Informationen: Nächste Blutspendetermine in Hausach: 10. Juli und 13. November.

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