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Hausach "Gesucht: die neue Landfrau"

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In einem Sketch machten Sonja Buchholz (links) und Edeltraud Ramsteiner deutlich, was die Landfrauen ausmacht . Foto: Reinhard Foto: Schwarzwälder Bote

Hausach (cr). Dass sie noch nicht am Ende sind, haben die Hausacher Landfrauen bei ihrem Infoabend gezeigt. Nachdem bei der jüngsten Hauptversammlung kein neuer Vorstand gefunden worden und auch kein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen war, stand die Frage nach der Auflösung der Hausacher Landfrauen im Raum. Um das zu verhindern, hatten sie am Montagabend in das Gasthaus Hirsch eingeladen, um an einer Mitgliedschaft interessierte Frauen über ihre Arbeit zu informieren.

Mehr als Gummistiefel und Kuchenbacken

Der Raum im "Hirschen" war zum Bersten voll und Noch-Vorsitzende Elisabeth Harter, die ihr Amt in andere Hände geben will, freute sich riesig, so viele Interessierte begrüßen zu können. Neben ihnen waren vom Bezirksvorstand auch Heidi Reitsamer und Irmgard Lehmann vom Landfrauenpräsidium und Monika Schnaiter vom Landfrauenpräsidium in den Einbach gekommen.

In einem humorvollen Sketch machten Sonja Buchholz und Edeltraut Ramsteiner deutlich, was die Landfrauen ausmacht, was die Vorurteile ihnen gegenüber sind und warum es sich lohnt, bei ihnen mitzumachen. So liefen Landfrauen nicht nur in Gummistiefeln herum und auch nicht jede von ihnen müsse Kuchen backen.

Lehmann schickte ihrer Präsentation voraus, dass sie eigentlich ein ruhiger Mensch sei und erst durch die Landfrauen gelernt habe, vor Publikum zu sprechen. Unter dem Motto "Wanted: die neue Landfrau" erklärte sie, was für Eigenschaften eine Landfrau mitbringe. So sei sie unter anderem originell, pfiffig, vernetzt und politisch interessiert. Aber es gebe auch Irrtümer. So könnten auch Frauen Mitglied werden, die keine Bäuerinnen seien und nicht alle interessierten sich nur fürs Kuchenbacken.

Stattdessen würden sie eine gesundheitsbewusste Lebensweise fördern und sich auch bei aktuellen politischen Themen engagieren.

Auf einer Tafel sammelte Stefanie Kölblin Vorschläge, die das Programm ergänzen könnten. Ein Weinausflug, ein Vortrag über Schüssler-Salze, eine Stilberatung und ein Workshop mit einer Floristin wurden unter anderem genannt.

Monika Schnaiter betonte, dass viele von den Landfrauen angebotenen Weiterbildungen nicht auf dem freien Markt verfügbar wären und erklärte, dass auch das Einmischen zu den Aktivitäten der verein gehören. "Viele politische Entscheidungen betreffen uns Frauen anders als die Männer und darum laden wir auch immer wieder Abgeordnete ein", sagte sie. Und sie würden viel erreichen: "Wenn die allein in Südbaden 20 000 Frauen lebenden die Stimme erheben, hat das Gewicht."

"Landfrauen mischen sich ein und gestalten das Leben mit", stimmte Hausachs Bürgermeister Wolfgang Hermann zu. Sie würden sich um sämtliche Lebensbereich kümmern und es sei ein Trugschluss, dass sie nur Bäckerinnen seien. Er ergänzte die Liste auf der Tafel mit eventuellen Tätigkeiten der Landfrauen um einen Besuch beim Bürgermeister. Er würde Wünsche wie einen Besuch des Kinzigtalbads vor seiner Eröffnung gerne möglich machen. Er sei überzeugt, dass für die Landfrauen weiter gehen wird. "Ihr müsste es schaffen, das Interessenbedürfnis junger Frauen abzudecken, sah er als Bedingung dafür.

Wie Harter auf Anfrage des Schwarzwälder Boten erklärte, war der Infoabend ein Erfolg: "Wir haben 18 neue Anmeldungen. Das ist eine positive Entwicklung", sagte sie. Interessierte für die drei vakant werdenden Vorstandsposten der Vorsitzenden hätten sich allerdings noch nicht gefunden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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