Noch vor gut einem Jahr haben die Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser und Hausachs Bürgermeister Manfred Wöhrle in der Graf-Heinrich-Schule über deren Antrag auf Gemeinschaftsschule gesprochen – nun ist diese bewilligt. Foto: sb

Konzept für neue Schulart in der Einrichtung Hausach/Wolfach hat überzeugt. Start ab Schuljahr 2015/2016.

Hausach/Wolfach - Die Landtagsabgeordneten Sandra Boser und Thomas Marwein (beide Grüne) haben laut deren Pressemitteilung aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass der Antrag der Graf-Heinrich-Schule Grund- und Werkrealschule in Hausach/Wolfach genehmigt wird. Damit ist die hiesige Bildungseinrichtung eine von drei im Ortenaukreis, die sich zur Gemeinschaftsschule entwickeln darf.

Kultusminister Andreas Stoch wird auf einer Landespressekonferenz am kommenden Montag die Namen der neu genehmigten Gemeinschaftsschulen der vierten Tranche öffentlich bekanntgegeben. Die beiden Landtagsabgeordneten freuen sich laut Pressemitteilung über diese Erfolgsaussichten und gratulieren den Verantwortlichen. Allen Beteiligten, vor allem den engagierten Lehrkräften, den Eltern und ihren Kindern, wünschen sie einen guten Start und viel Erfolg für die Zukunft.

"Durch die anstehende Genehmigung bietet sich für Eltern im Ortenaukreis bereits für das Schuljahr 2015/16 weitere Alternativen bei der Wahl der weiterführenden Schule", so die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Sandra Boser.

Das große Engagement der Beteiligten werde sich für die ganze Region auszahlen. "Wir verstehen die Gemeinschaftsschule auch als Angebot für den Ländlichen Raum, damit trotz rückläufiger Schülerzahlen weiterhin alle Schulabschlüsse wohnortnah angeboten werden", so der Offenburger Landtagsabgeordnete Thomas Marwein. Zugleich biete sie einen pädagogischen Rahmen, Schülerinnen und Schülern auf allen Lernniveaus im Rahmen eines Ganztagsbetriebs gerecht zu werden.

Sandra Boser verdeutlicht abschließend: "Für uns ist die Gemeinschaftsschule eine Schule für alle Kinder. Sie können in einer leistungsstarken und sozial gerechten Schule länger gemeinsam lernen. Die von den drei Schulen vorgelegten pädagogischen Konzepte garantieren, dass alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihres Leistungsniveaus individuell gefördert und gefordert werden um am Ende den für sie bestmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen."

Die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule steht allen weiterführenden Schulen offen. Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag sind ein pädagogisches Konzept, das sich an den Kriterien des deutschen Schulpreises orientiert sowie eine Mindestgröße von dauerhaft 40 Schülern in der Eingangsklasse. Im Schuljahr 2014/15 gibt es landesweit bereits 209 öffentliche Gemeinschaftsschulen. Der nächste Stichtag für einen Antrag zum Schuljahr 2016/17 ist der 1. Juni 2015.

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