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Hausach Forst in Hausach schreibt rote Zahlen

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Der extreme Steilhang am Schlossberg wurde im vergangenen Jahr von Buschwerk befreit.Foto: Fletschinger Foto: Schwarzwälder Bote

Der Hausacher Stadtwald schließt zum ersten Mal seit Jahren mit einem Defizit ab. Silke Lanninger, Forstbezirksleiterin am Amt für Waldwirtschaft, und Hausachs Forstrevierleiter Georg Fletschinger stellten im Rat die Zahlen des Jahres 2019 vor.

Hausach. Außerdem stellten sie die Planung für das Jahr 2020 vor. Geplant war für 2019 ein Hiebsatz von 2400 Festmetern, es wurden 2482 Festmeter, fast eine Punktlandung, so Fletschinger. Allerdings wurden 1039 Festmeter Holz wegen Dürre und Käfer- oder Pilzbefall geschlagen und weitere 1030 Festmeter Sturmholz.

Außerdem sei das Revier gezwungen gewesen, Sondersortimente wie Buche und Eiche zu schlagen. Diese seien im vergangenen Jahr gefragt gewesen. Es seien nur 50 Festmeter planmäßig geschlagen worden. Auf 4,1 Hektar wurde der Jungbestand gepflegt. Diese Arbeiten wurden mit der Pflege mit dem Biotop für das Auerwild kombiniert.

Die Einnahmen aus dem Hausacher Stadtwald lagen im Jahr 2019 bei etwas mehr als 68 000 Euro, wobei 66 000 Euro Holzerlöse waren. Die Ausgaben lagen bei etwas mehr als 83 000 Euro. Der Hauptposten war dabei die Holzernte. Es hätten viele Einzelbäume beziehungsweise Käferholz geschlagen werden müssen, so Fletschinger.

Die Räumung des Schlossbergs habe mit 11 900 Euro zu Buche geschlagen. Das Ergebnis lag bei etwas mehr als -15 000 Euro. Es sei seit vielen Jahren das erste Mal, dass die Aufstellung eine rote Zahl aufweise, stellte Fletschinger fest. Er habe zum Ende des Jahres versucht, das Ergebnis durch den Verkauf von Sondersortimenten zu verbessern, diese Verkäufe schlügen jedoch erst 2020 zu Buche.

Für das Jahr 2020 ist wiederum ein nachhaltiger Hiebsatz von 2400 Festmetern geplant und zwar diejenigen, die für 2019 geplant waren. Auf zwei Hektar im Wannenbach ist Jungbestandspflege geplant, an 100 Bäumen im Gebiet Ballenkopf soll Wertästung stattfinden. Die Holzerlöse sollen in diesem Jahr 65 500 Euro einbringen. Die Entschädigungen für die Überfahrt der Lastwagen zum Windpark Hohenlochen und die Pflege des Auerwilds in Verbindung mit dem Park werden mit etwas mehr als 84 000 Euro angesetzt. Insgesamt wird mit Einnahmen aus dem Stadtwald von etwas mehr als 151 000 Euro gerechnet.

Pandemie sorgt auch im Wald für Probleme

Demgegenüber stehen voraussichtliche Ausgaben von knapp 95 000 Euro. Hauptposten sind dabei die Kosten für die Auerwildbiotop-Pflege die mit 32 000 Euro zu Buche schlagen. Alles in allem rechnet Fletschinger für das Jahr 2020 mit einem positiven Betriebsergebnis von 56 600 Euro. Dieses Plus kommt jedoch hauptsächlich durch den Windpark Hohenlochen zustande.

"Corona macht auch nicht vor dem Wald halt", führte Silke Lanninger aus. Mitten in der Aufarbeitung des Sturmholzes im März wurden die ersten Sägewerke in Frankreich wegen der Pandemie geschlossen. Frisches Holz wäre normalerweise gut zu verkaufen gewesen. "Wir werden in diesem Jahr wieder durch Dürre, Käfer und Pilzbefall Schadholz haben. Wir hoffen dass es für die Waldbesitzer gut ausgeht und Fördermittel bereitgestellt werden", blickte Lanninger voraus.

Frank Breig (CDU) fragte, ob es geplant sei, umgestürzte Bäume vom Hang am Schlossberg zu räumen und ob sie eine Gefahr darstellen. Forstrevierleiter Fletschinger verneinte beides. Es bestehe keine akute Gefahr, die Bäume würden an den Wurzeln hängen bleiben. Wolle man 100-prozentige Sicherheit, wäre das die Aufgabe einer Spezialfirma. Die Kosten würden dann "in die Zehntausende gehen".

Der Gemeinderat nahm die den Bericht über das Forstjahr wie geplant zur Kenntnis. Er beschloss einstimmig die Planung für das Forstjahr 2020.

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