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Hausach "Es war so eine erfüllende Aktion"

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Corinna Staar sang anderthalb Stunden vor dem Seniorenzentrum für die Bewohner. Foto: Ronecker

Sowohl jung als auch alt haben am Sonntag von einem besonderen Konzert profitiert: Sängerin Corinna Staar gab vor dem Seniorenzentrum ein Konzert für die Bewohner. Die Gage geht an Bärenkind Lia.

Hausach. Staar verfolgt den Bärenadvent schon seit einer Weile auf den sozialen Medien und hatte mit Erwin Moser, dem Organisator des Bärenadvents, über diese Kontakt mit ihm aufgenommen. Der Grund: Sie wollte helfen. "Ich bin jemand, der das gerne nach seinen Möglichkeiten tut und unterstütze auch die Lebenshilfe und das Projekt ›Paulinchen‹ für brandverletzte Kinder", berichtet Staar im Gespräch mit dem Schwabo. Aufgrund der Corona-Krise waren die Möglichkeiten dazu begrenzt und auch Konzerte konnte sie so gut wie keine geben. Also schrieb die Musikerin Staar Moser an. "Ich hatte Zeit, ich wollte helfen und schlug vor, das Bärenkind mit einem singenden Telegramm zu überraschen. Die Idee dazu stammt eigentlich von Rebecca Jäger aus Stuttgart, einer Bekannten Corinna Staars.

Kontaktaufnahme über soziale Medien

Mit dem "Singenden Telegramm" lassen sich Geburtstagsglückwünsche und andere Grüße übermitteln. Die Hälfte ihrer Gage wollte Staar an Lia spenden.

"Nur für eine halbe Stunde von Urloffen nach Gutach-Turm zu fahren, fand ich zu wenig, also fragte ich Erwin Moser, ob ich noch woanders singen könnte", berichtet Staar. Moser kam dann auf die Idee, vor dem Seniorenzentrum ein kleines Konzert zu geben. Sowohl die Stadt als auch das Seniorenzentrum gaben schnell ihr Einverständnis. Nachdem die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen immer weiter stiegen, beschloss die Bärenfamilie zum Schutz ihrer Tochter, die Kontakte noch weiter zu reduzieren und bat Staar, das singende Telegramm auf das Frühjahr zu verschieben. Das Konzert nur hinter einer Glasscheibe zu beobachten fanden sie zu schade. Außerdem sollte vermeiden werden, dass die Nachbarn sich ansammeln, um der Sängerin zuzuhören. Am Konzert vor dem Seniorenzentrum hielten Staar und Moser aber fest.

Als erster Termin war der vergangene Freitag angesetzt. Nachdem es an diesem Tag aber stark regnete, wurde die Veranstaltung auf den folgenden Sonntag verschoben. Staar stellte sich nur mit Mikrofon und einer Soundbox vor das Seniorenzentrum und sang zum größten Teil a capella Songs aus allem möglichen Stilrichtungen – von Schlager, Rock, Pop, neuer deutscher Welle bis zu Chansons. Und den Senioren gefiel’s. "Die Bewohner und das Pflegepersonal standen an den Fenstern und auf ihren Balkonen, sie schunkelten mit und freuten sich", berichtet Staar begeistert. Dass die Senioren so viel Freude an der Musik hatten, lag wohl auch daran, dass Staar gerne Musikwünsche erfüllte, hat sie doch 600 bis 700 Lieder in ihrem Repertoire. Die Wünsche waren dabei sehr unterschiedlich. "Da kam alles Mögliche, vollkommen querbeet. Von ›Seemann, lass das Träumen‹ über ›Atemlos durch die Nacht‹ und ›Über den Wolken‹ bis zu ›Jenseits von Eden‹", so Staar. Besonders gut mit ging ihr Publikum bei "Ein Stern, der deinen Namen trägt" mit.

Anderthalb Stunden lang erfreute die Sängerin, die sonst vor allem auf Hochzeiten und Firmenfeiern singt, ihre Zuhörer. "Die Zeit verging so schnell. Und am Ende habe ich wegen der Kälte meine Hände gar nicht mehr gespürt. Aber es war eine so schöne Aktion, so erfüllend. Zu keinem Zeitpunkt hat niemand zugehört und es war toll die Freude bei den Leuten zu sehen", schwärmt die Musikerin, Gegen den späten Nachmittag verließ sie dann die "Bühne" und betont, dass sie bei einer derartigen Aktion sofort wieder mitmachen würde.

Ihre Gage für das Konzert geht komplett an das derzeitige Bärenkind Lia.

Corinna Staar wohnt in Urloffen und ist gelernte Rettungsassistentin. In einem medizinischem Versorgungszentrum arbeitet sie aber nur noch stundenweise. Hauptberuflich ist sie Musikerin und singt bei Firmenveranstaltungen, Weihnachtsmärkten, vor allem aber bei Hochzeitsfeiern.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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