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Hausach Edeka darf neue Filiale nicht erweitern

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Rewe will in den Osten Hausachs an den Bahnhof ziehen, Edeka wollte die alte Filiale übernehmen. Foto: Reinhard

Hausach - Edeka soll zu Anfang des kommenden Jahres Pächter der Rewe-Filiale im Hausacher Westen sein. Wann der neue Markt allerdings eröffnet wird, beantwortet der Lebensmittelkonzern auf Anfrage ausweichend.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Offenlage des Bebauungsplans "Am Bahnhof" sowie die des Plans "Ehemaliges Sägewerk Streit, zweite Änderung" beschlossen, die eine Beschränkung des Einzelhandels beinhaltet. Dazu gehören der Betrieb von Vergnügungsstätten und ein zentralrelevantes Sortiment. Auch erweitern darf Edeka den Markt nicht, weil der Regionalplan nur einen Vollsortimenter in der Größenordnung einer Stadt wie Hausach zulässt. Hausachs Bürgermeister Wolfgang Hermann betonte in der Sitzung allerdings auch, dass dazu auch die Fläche fehle.

Die angestrebten Änderungen des Bebauungsplans stünden Vorhaben von Edeka nicht im Wege, erklärte Hermann auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. "Die Rewe-Gruppe plant einen Vollsortimenter in der Größenordnung 1400 Quadratmetern am Standort Bahnhof. Mit den angestrebten Bebauungsplanänderungen der Stadt Hausach wäre dies umsetzbar, gleichzeitig wäre im Westen im Bestand weiterhin ein Vollsortimenter in der Größenordnung von circa 1000 Quadratmetern möglich", so Hermann.

Bisher scheint Edeka aber dennoch noch keine Anstalten zu machen, Baumaßnahmen in die Wege zu leiten. Zumindest ist beim Rewe-Markt im Westen alles beim Alten und nichts deutet auf einen Umbau hin. Auf Anfrage des Schwarzwälder Boten, ob das Gegenteil der Fall ist, welche Baumaßnahmen wann ergriffen werden und ob es möglicherweise eine Zeit ohne Vollsortiment-Versorger in Hausach gibt, antwortet Florian Heitzmann als Pressereferent von Edeka ausweichend: "Für die Entwicklung eines attraktiven Angebots der Nahversorgung am Standort des bisherigen Treff- 3000-Markts sowie des angrenzenden Rewe-Markts im Zentrum Hausachs ist die Entscheidung des Gemeinderats aus unserer Sicht nicht zielorientiert. Mit der neuen Sachlage überdenken wir unsere Entwicklungsziele und prüfen die Optionen."

Das Rathaus gab zum Zeitplan folgende Auskunft: "Soweit es keine Verfahrensverzögerungen gibt, könnte der Gemeinderat im Januar 2020 die Satzungen der beiden Bebauungspläne beschließen. Mit dem Bau des neuen Rewe-Markts kann nach Erteilung der Baugenehmigung begonnen werden. Grundlage für die Erteilung der Baugenehmigung ist ein gültiger Bebauungsplan. Deshalb können wir noch keine konkreten Aussage zum Bauzeitplan getroffen werden", schreibt Bürgermeister Hermann in einer E-Mail an den Schwarzwälder Boten.

Er bleibt aber optimistisch: "Da wir von Edeka noch keine anderen Informationen erhalten haben, gehen wir davon aus, dass Edeka wie ursprünglich geplant am 1. Januar 2020 mit dem Umbau beginnen wird."

Ob es tatsächlich keine Verzögerungen gibt, bleibt abzuwarten. Wie dem Schwarzwälder Boten angetragen wurde, will der Eigentümer des Rewe-Gebäudes rechtliche Schritte gegen den Gemeinderatsbeschluss einleiten. Laut Hermann kann gegen die vom Rat beschlossenen Offenlagen des Bauungsplans direkt nicht rechtlich vorgegangen werden. Während der Offenlage können nur Anregungen zum Verfahren abgegeben werden. Gegen die Bebauungspläne, die Anfang des kommenden Jahres noch zu beschließen sind, wäre hinterher jedoch eine Normenkontrollklage möglich.

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