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Hausach "Die Realität hat uns eingeholt"

Von
"Kinzigtal weltweit"-Veranstalter Michael HoyerFoto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Eigentlich war alles geplant gewesen, alles vorbereitet und im Frühjahr 2021 hätte die Event-Reihe "Kinzigtal weltweit" nach der Corona-Pandemie weiter gehen sollen. Doch daraus wird nichts.

Hausach. Wie Organisator Michael Hoyer erklärt, untersage die Landesverordnung Veranstaltungen in Räumen mit mehr als 500 Personen bis mindestens 31. Oktober. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss auf jeden Fall eingehalten werden. Das stellt den Veranstalter vor ein Problem. "Laut unserem Ansprechpartner bei der Stadt Hausach, Hartmut Märtin, würden dann in die Halle aber weniger als 100 Personen passen. Unser Anspruch ist natürlich, mit unseren Veranstaltungen die Halle voll zu bekommen. Und mit weniger als 100 Besuchern lohnt es sich einfach nicht." Er gehe davon aus, dass die Corona-Beschränkungen mindestens bis zum Frühjahr 2021 andauern werden. Mit dem Kartenverkauf müsste allerdings bereits nach dem Sommer begonnen werden. Da die Lage generell recht unsicher sei und vor allem, weil im Falle einer Absage eine Rückabwicklung "für alle Beteiligten frustrierend" wäre.

Glücklicherweise habe er alle Verträge mit den Referenten so geschlossen, dass sie im Falle einer coronabedingten Absage ihre Vorträge im kommenden Jahr halten werden. Ähnlich laufe es bei anderen großen Veranstaltern, weiß Hoyer, der mit seinen Kollegen in Süddeutschland gut vernetzt ist. "Es haben eigentlich alle die Reißleine gezogen. Ich war einer der letzten, der absagte." Lange habe er noch gehofft und blieb optimistisch, "aber irgendwann holte uns die Realität ein", meint er.

Den Referenten von "Kinzigtal weltweit" sei es genau so gegangen. Sie hätten auf die Absage von Kinzigtal weltweit enttäuscht reagiert, aber nicht sonderlich überrascht. "Sie haben damit gerechnet, trotzdem ist es für viele hart. Einige von ihnen haben aufgrund der vielen Absagen richtige Existenzängste", berichtet Hoyer.

Auf ihn und seine Firma treffe das glücklicherweise nicht zu. "Wir haben gut gewirtschaftet und wir machen ja nicht nur Veranstaltungsreihen, sondern auch Seminare und anderes", führt Hoyer aus. "Wir leiden natürlich auch, aber es ist nicht, dass unsere Existenz bedroht ist." Er sei nichtsdestotrotz froh um die staatliche Soforthilfe für Kulturschaffende, die er bekommen habe. "Das ging ganz schnell und war total unkompliziert", lobt er.

Hoyer hofft nun, dass er einiges der Arbeit und Planungen in die kommende Saison mitnehmen könnte. "Es war im Grunde ja schon alles gemacht. Die Plakate waren gestaltet, die Pressefotos raus, wir waren in der letzte Phase", führt er aus.

Respekt habe er davor, dass die Besucher der Event-Reihe aus Sorge vor einer Ansteckung im kommenden Jahr weniger zahlreich zu "Kinzigtal weltweit" kommen könnten.

Dennoch betont er: "Ich bin davon überzeugt, dass wir richtig handeln und es notwendig ist. Leider."

Die Stadt Hausach habe die Absage von "Kinzigtal weltweit" bedauert. Hoyers Ansprechpartner Hartmut Märtin, der Leiter des Kultur- und Tourismusbüros, habe jedoch vollstes Verständnis geäußert.

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