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Hausach "Die Lehrer können nicht noch mehr leisten"

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Die Digitalisierung der Schulen soll auch in Hausach vorangetrieben werden. Um diese zu schaffen, müssen die Schulträger ein Medienentwicklungskonzept vorlegen. Dieses wurde am Montagabend dem Gemeinderat vorgestellt.

Hausach. Kathrin Hoareau von der Stadtverwaltung gab eine kurzen Überblick darüber, was es mit dem Digital-Pakt Schule auf sich hat. Demnach soll die digitale Infrastruktur an den Schulen im Land verbessert werden. Als Schulträger müsse sich die Stadt Hausach mit mindestens 20 Prozent der förderfähigen Kosten beteiligen (siehe Infokasten).

Stadt Hausach muss sich mit mindesten 20 Prozent beteiligen

Zu den Antragsvoraussetzungen zählt unter anderem Vorlage eines sogenannten Medienentwicklungsplans (MEP), der eine Bestandsaufnahme der bestehenden und benötigten Ausstattung, ein technisch pädagogisches Einsatzkonzept und eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrer enthält.

"Die Stadt Hausach und die Schulen haben zusammen einen solchen Plan erstellt. Die Freigabeempfehlung seitens des Landesmedienzentrums haben wir bereits im Juni erhalten", erklärte Kathrin Hoareau.

Die Fachlehrer Thomas Holzhauer vom Robert Gerwig Gymnasium und Torben Larocque von der Graf Heinrich Schule stellten die MEP dann im Detail vor, verbunden mit einer Anlayse des momentanen Zustands. Die Ausstattung der Klassenzimmer sei schon recht gut. Jeder Raum habe Internet und jeder Schüler habe Zugang zu Arbeitsgeräten. Am RGG gebe es allerdings noch kein W-Lan und auch das vorhandene Internet sei immer wieder überlastet. Ein Problem sei auch die Anbindung an die Kaufmännische Schulen (KSH) bezüglich der Gerätewartung. Mit deren zunehmenden Zahl werde die Arbeit für den zuständigen Lehrer allmählich zu viel. "Wir wollen uns da abkoppeln", betonte Larocque.

Ein weiteres Ziel sei ein flächendeckendes W-Lan und eine stabile Infrastruktur, auf die sich Schüler und Lehrer verlassen können. Desweiteren sollen genügend digitale Endgeräte für Lehrer und Schüler vorhanden sein.

Es sollte eine gemeinsame. digitale Plattform geben. In dem Zusammenhang merkten die beiden Lehrer an, dass die Schulen mit "IServ" die Schulen während der Corona-Krise gute Erfahrungen gemacht hätten. Weitere Ziele seien eine ständige technische Fortbildung des Kollegiums sowie eine Medienbildung für die Schule. Und nicht zuletzt sollten die Daten in der Cloud gesichert werden.

"Die Kostenfrage kann noch nicht beantwortet werden", griff Bürgermeister Wolfgang Hermann Erkundigungen in diese Richtung vor. Bei der Umsetzung der Maßnahmen handele es sich wahrscheinlich um eine dynamischen Prozess.

Werner Gisler, in der Verwaltung zuständig für die Schulen, stimmte zu: "Wir werden wohl nie den Status erreichen, an dem alles geschafft ist." Die Schulen seien gerade dabei, eine Auflistung er erstellen, wie viele Endgeräte benötigt werden. Wenn der Rat dem MEP zustimme, könnten sie schon zu Beginn des neuen Schuljahres den Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Gemeinderätin Brigitte Salzmann (SPD) wollte wissen, wer die Wartung der Geräte übernehmen solle. "Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass jemand Externes das macht", meinte Larcocque. "Das ist noch nicht klar, wer das macht", sagte Gisler. "Mit der Antragsstellung sollen wir auch die Wartung sicherstellen. Wir hoffen da aber auf Landesmittel." Hermann kritisierte: Es wird von oben nach unten diktiert. Unserer Meinung nach muss der Städtetag da Mittel bereit stellen. Die Lehrer können nicht noch mehr leisten."

Gemeinderat Frank Breig (CDU) fragte, wie viele I-Pads als Endgeräte konkret nochbenötigt würden. Laut Holzhauer wären das für die GHS rund 70 bis 80; für das RGG seien es etwa 100.

Schlussendlich nahm der gesamte Hausacher Gemeinderat den MEP zustimmend zur Kenntnis.

Für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur an den Schulen stellt der Bund insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung, 650 Millionen gehen an Baden-Württemberg. 90 Prozent davon, also 585 Millionen Euro, sind für Investitionen an Schulen vorgesehen. "Das Budget für Hausach beträgt 564 400 Euro. Davon entfallen 218 000 Euro auf die Graf-Heinrich-Schule (GHS) und 346 200 Euro auf das Robert-Gerwig-Gymnasium (RGG)", führte Hoareau aus.

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