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Hausach Die dritte frohe Botschaft

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Andreas Oberfell (von links), Janica Bortloff, Ines Casper und Hans-Michael Uhl im Gespräch Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

"Die Welt retten!" hat jetzt das Thema in der Gottesdienst-Reihe "Ortsgespräche" gelautet. Als Gäste hatte Pfarrer Hans-Michael Uhl junge Menschen eingeladen, die mit der Wahl ihres Studiums ein Zeichen gesetzt haben.

Hausach. Damit zeigen sie, dass sie gewillt sind, "die Welt zu retten" und "frohe Botschaften" zu verkünden. Mit einem Cantabile von Vivaldi eröffnete Janica Bortloff begleitet von Inessa Schwidder am Klavier den Gottesdienst und zeigte, dass ihre Talente breit gestreut sind. Lesungen aus dem Römerbrief und dem Matthäus-Evangelium verankerten das Thema des Abends.

Dann "stiegen" die jungen Studierenden mit Pfarrer Uhl in die Diskussion ein. Gefragt waren Biografisches und die Frage nach einem wie auch immer gestalteten "Erweckungserlebnis". Ines Caspers "Erweckung" für ihr berufliches Tun datiert aus der Schulzeit am Hausacher Robert-Gerwig-Gymnasium, wo sie sich im Aktionskreis "Burkina Faso" engagierte und als Schülerin das afrikanische Land und die dortige Partnergemeinde Douroula bereiste. Zum "Wiedereintritts-Schock" in die Hausacher Atmosphäre reifte in ihr die Erkenntnis, dass Menschen überall auf der Welt das Menschenrecht auf (kostenfreie) Bildung gewährt werden müsse.

Janica Bortloffs "Erweckung" fand ebenfalls früh im Familien- und Glaubenskreis der evangelischen Methodisten im kleinen Schwarzwaldflecken Römlinsdorf statt. Mit 14 Jahren entschied sie sich nach zwei Jahren Bibelunterricht fürs Christentum. In ihrem Studiengang "Umwelttechnik und Ressourcenmanagement" ist sie als Frau nicht in der Minderheit. Die Kombination aus "trockenen" Ingenieurswissenschaften und sozial verantwortlichem Handeln ist auch für Abiturientinnen attraktiv. In Konstanz nimmt sie regelmäßig an den Freitagsdemos für den Klimaschutz teil.

Der Haslacher Andreas Oberfell datiert seine "Berufung" in seine Kindheit. Schon als Elfjähriger wollte er katholischer Priester werden. Mit 15 erwarb er einen "Handapparat" aus etwa 20 Studienbüchern, die ihn durch sein Studium in Freiburg und Paris begleiteten. In Paris hat er sich an der Begeisterungsfähigkeit junger Großstädter für Christus angesteckt, aus dieser zieht er die Gewissheit, dass es um die Zukunft der (katholischen) Kirche nicht so schlecht bestellt ist, wie die momentanen Krisen es aussehen lassen.

Oberfell stellte damit den Schulterschluss zur Sozialarbeiterin Casper her, die sich in ihrem Master-Studium mit den Mechanismen der europäischen Institutionen beschäftigt hat. Europa müsse ebenfalls auf die "frohe Botschaft" der europäischen Idee fokussiert werden. Der "Umweltaktivistin" Bortloff stellte Uhl die Aufgabe, einen Tag als Umweltministerin Entscheidungen zu treffen. Bortloffs Wahl fiel auf die Einführung einer im Geldbeutel spürbaren CO 2-Abgabe mit Lenkungswirkung. An diesem Punkt entzündete sich eine kurze, aber lebhafte Diskussion über den Beitrag der Generationen in der Klimafrage. Positiv betrachtet wurde hier die dritte "frohe Botschaft" sichtbar. Der Klimawandel ist – bei Temperaturen von 18 Grad Mitte Februar – in der Gesellschaft und den Ortsgesprächen angekommen.

Die "Ortgespräche" sind eine Abendgottesdienstreihe, die der evangelische Pfarrer Hans-Michael Uhl initiiert hat. Sie finden seit etwa einem Jahr statt und setzen Themen wie Schule, gutes Essen, Musik im Verbindung zum Glauben. Uhl lädt zu jedem Gottesdient Gäste ein, die etwas zu dem jeweiligen Thema zu sagen haben.

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