Es war einmal ein Flüchtlingsheim: Nach dem Abriss des Hauses Waldeck in Nagold haben die Abbrucharbeiten am benachbarten Neubau begonnen. Dieser wurde erst 2015 erstellt.
Im Kreuzertal vor Nagold geht es zügig auf die Renaturierung zu. Im Herbst vergangenen Jahres stimmte der Gemeinderat der Vergabe der Abbrucharbeiten zu, dann legte das Abbruchunternehmen Walter auch schon los. Bereits Ende des Jahres war von dem geschichtsträchtigen Haus, dessen Kern Ende des 19. Jahrhunderts entstand, nicht mehr viel zu sehen.
Und nicht nur das „Waldeck“ musste weichen. Auch der benachbarte Neubau aus dem Jahr 2015 wird abgerissen. Vor elf Jahren erst hatte der Landkreis das Holz-Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen erstellt. Ursprünglich war auch geplant, das Haus noch weiter als Unterkunft zu erhalten, doch mittlerweile hat der Kreis dafür keinen Bedarf mehr.
Die Stadt Nagold erörterte Ende des Jahres 2025 auf Nachfrage der Redaktion, dass man geprüft habe, ob das Gebäude abgebaut und an anderer Stelle wiederverwendet werden könnte. Doch nach „eingehender Prüfung“ sei festgestellt worden, „dass ein solcher Wiederaufbau mit vertretbarem Aufwand leider nicht realisierbar ist.“ Fazit damals: „Daher wird das Gebäude nun konventionell abgerissen.“
Die Abbrucharbeiten gehen schnell voran
Und genau das geschieht in diesen Tagen. Dabei gehen die Abrissarbeiten schnell voran. Anfang der Woche waren nur noch Reste der einstigen Wände des zweigeschossigen Neubaus zu sehen.
Insgesamt umfasst die Abbruchfläche von Waldeck und dem Neubau rund 2400 Quadratmeter. Diese Fläche soll nach dem Abriss ökologisch aufbereitet werden. Unter anderem ist geplant, den unter dem Waldeck hindurchfließenden Kreuzertalbach offenzulegen und das Gelände zu renaturieren.