Im ehemaligen Vöhrenbacher Kino stellt die Firma Kienzler am 19. April ihren neuen Ausstellungsraum der Öffentlichkeit vor. Die Vorbereitungen durch die Mitarbeiter laufen auf Hochtouren. Nadine Abendschein, Geschäftsführer Benjamin Kienzler, Nikola Fehrenbach, Manfred Heine und Fabian Sieger (von links) packen an. Foto: Hartmut Ketterer

Historie und Innovation vereint: Die Firma Kienzler lädt zum Tag der offenen Tür mit Leeb-Produkten und alten Schützenhaus-Fotos ein.

Historisches und moderne Aluminiumprodukte treffen im Schützenhaus demnächst aufeinander.

 

Aus dem ehemaligen Kinosaal wird ein großzügiger Ausstellungsraum für die Produkte der österreichischen Firma Leeb, die Balkone, Überdachungen und Anbauten aus Holz oder Alu herstellt. Die Firma Kienzler arbeitet seit 41 Jahren mit Leeb zusammen.

Kienzler Vöhrenbach hatte im ehemaligen Becker-Gebäude Büro und Ausstellung untergebracht. Mittlerweile wurden die Räumlichkeiten zu eng.

Durch den Kauf des Schützenhauses von den Brüdern Joachim M. C. und Willy Rombach wird nun die Ausstellung komplett ins Nachbargebäude in den ehemaligen Kinosaal verlegt.

Historische Aufnahmen werden gezeigt

Am Sonntag, 19. April, veranstaltet Kienzler von 12 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür, ohne Beratung, wozu die Bevölkerung eingeladen ist.

Für die Bewirtung mit heißen Würsten sowie Kaffee und Kuchen sorgt der Ski-Club Urach.

Der ehemalige Kinosaal, vormals Schützen-Lichtspiele, wurde zu einem großen Ausstellungsraum umgebaut. Foto: Joachim M.C. Rombach

Neben den ausgestellten Produkten können auch historische Bilder bewundert werden.

Das Haus hat eine interessante Geschichte. Erbaut wurde es um das Jahr 1865 durch den ehemaligen Vöhrenbacher Schützenverein. 1920 erwarb die Firma Heine das Gebäude. Von Oktober 1947 bis zum 1. November 1968 existierte darin ein Kino, genannt Schützen-Lichtspiele. Das Donaueschinger Park-Kino pachtete die Kinoeinrichtung. Der Vöhrenbacher Manfred Sickler übernahm die Rolle des Filmvorführers und Rudi Wehrle war Platzanweiser für die Kinogäste.

So sah der Kinosaal der Vöhrenbacher Schützen-Lichtspiele früher aus. schichte Foto: Helwig Weingärtner

Doch schon vor dem Kinobetrieb stand das Schützenhaus im Rampenlicht. 1880 gab es eine Gewerbeausstellung und weitere Veranstaltungen. Das Schützenhaus verfügte zu dieser Zeit über den größten Saal im Städtle. 1899 beehrte Max Egon Fürst zu Fürstenberg als Schirmherr Vöhrenbach, als seitens des Schützenvereins ein großes Fest stattfand.