Die ersten vier Gewerke mit einem Volumen von knapp 136 000 Euro für die Sanierung des Haus des Gastes sind vergeben. Bereits in kommender Woche soll der Baustart erfolgen.
Das Großprojekt Sanierung des Haus des Gastes mit Einbau eines Aufzugs für einen barrierefreiem Zugang bis ins zweite Obergeschoss wurde aufgrund der angespannten Finanzsituation der Gemeinde mehrmals geschoben. Im Herbst vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat, dies aber im Jahr 2025 in Angriff zu nehmen.
In der Ratssitzung am Mittwoch berichtete Bürgermeister Bernd Heinzelmann von guten Ergebnissen des ersten Ausschreibungsblocks, der in beschränkter Form stattfand. Nur bei der Aufzugsanlage sei die Kostenberechnung entscheidend überschritten worden.
Für die Maurerarbeiten für den Aufzugsschacht, neue Wohnungseingänge und barrierefreien Zugang zum Aufzug seien vier Firmen angefragt worden, von denen drei ein Angebot eingereicht hätten. Mit 48 300 Euro habe die Schiltacher Firma BTS das günstigste Gebot unterbreitet. Hinsichtlich der Kostenberechnung des Bauamts von 49 000 Euro sei eine Punktlandung erzielt worden. Die Bauarbeiten beinhalteten auch das Aufsägen der bestehenden Betonplatte für den Aufzugsschacht. Bei solchen Arbeiten sei BTS in der Region führend und habe dies auch beim Umbau der ehemaligen Grundschule in einen Kindergarten unter Beweis gestellt. Dies erkläre, weshalb die nächsten Bieter um 30 und 34 Prozent teurer gewesen seien, so Heinzelmann.
Leicht über der Kostenschätzung
Für die Aufzugsanlage seien ebenfalls vier Firmen angeschrieben worden und drei Angebote eingegangen, die nur um vier Prozent auseinandergelegen hätten. Mit 56 500 Euro liege die Firma Kone aus Ludwigsburg als günstigste Bieterin leicht über der Kostenberechnung von 54 000 Euro. Im Preis enthalten sei ein Wartungspaket für die nächsten vier Jahre. Dies sei gängige Praxis, um die erforderlichen Wartungen einer technischen Anlage gleich in die Vergabeentscheidung mit einfließen zu lassen. Das Unternehmen aus Ludwigsburg verwende bei kleinen Anlagen wie im Haus des Gastes für die Beförderung Drahtseile und keine Bänder, erklärte Heinzelmann.
Teeküche für Hebammenpraxis
Neben den Bau-Schreinerarbeiten wie neue Zugangstüre zum Aufzug und Versetzen der Wohnungseingangstüren beinhalte dieses Gewerk auch die Einrichtung einer Teeküche in der neuen Hebammenpraxis. Von vier örtlich angefragten Unternehmen hätten zwei abgesagt und eines nicht geantwortet. Deshalb sei die Firma Gebele einzige Bieterin. Mit 18 650 Euro liege sie nur unwesentlich über der Kostenberechnung von 18 000 Euro.
Bei den Gipserarbeiten betrug das wirtschaftlichste Angebot der Firma Lachenmaier (Schenkenzell) 12 100 Euro und blieb deutlich unter der vom Bauamt errechneten Summe von 14 800 Euro. Zwei weitere Angebote waren um zehn und 63 Prozent teurer. Mit den Arbeiten wird nach Auskunft von Heinzelmann bereits in der nächsten Woche begonnen.
Weitere Gewerke sollen zeitnah vergeben werden
Einstimmig folgten die Räte dem Vorschlag der Verwaltung und erteilten dem jeweils günstigsten Bieter den Zuschlag. Damit wurden vorab Aufträge im Umfang von 135 600 Euro vergeben. Weitere Gewerke sollen nach der Ausschreibung zeitnah vergeben werden. Die berechneten Gesamtsanierungskosten liegen bei circa 344 000 Euro, wofür es Zuschüsse von insgesamt 154 500 Euro gibt.