Der Trossinger Büchereileiter Ralf Sorg blickt für das Jahr 2025 auf einen guten Zuwachs in allen Bereichen. Der Medienbestand ist etwa doppelt so groß wie im Kreisdurchschnitt.
Ralf Sorg informierte den Verwaltungs- und Kulturausschuss über die Aktivitäten der Stadtbücherei im Jahr 2025 – und diese können sich sehen lassen.
So hatte im Jahr 2025 die Bücherei einen Bestand von knapp 30.000 Medien, außerdem noch 7400 Medien in der Schulbücherei im Ganztagesgebäude am Schulzentrum.
Einen Aufwärtstrend gab es bei den knapp 92.000 Entleihungen im Vergleich zum Jahr 2024 mit 90.000 Entleihungen. Gleiches gilt für die Online-Ausleihen, 12.342 stehen den 8922 Entleihungen im Jahr 2024 gegenüber. Das Fazit von Sorg: „Insgesamt ein tolles Plus von rund 5000.“ Und: „Wir kommen mit unseren Angeboten wieder mehr an.“
Die Stadtbücherei hat eine Zutrittszählung, die im Jahr 2025 36.048 Besucher zählte (34.238 im Jahr 2024). Außerdem gab es in der Schulbibliothek 10.781 Besucher. Dies sei gegenüber 2024 mit 14.386 zwar ein Rückgang, aber begründet durch die verringerten Öffnungszeiten von September bis Dezember 2025, da eine Kollegin von Trossingen weggegangen sei und die Stelle erst wieder zum Januar 2026 besetzt werden konnte. Insgesamt waren es deshalb nur 46.829 Besucher und somit ein Minus von 17.955 gegenüber 46.624 im Vorjahr.
503 Neuanmeldungen
Positiv entwickelt haben sich die Neuanmeldungen von 503 gegenüber 423 im Jahr 2024. Die Stadtbücherei hatte 205 Öffnungstage und die Schulbücherei 149 Tage.
Dass die Bücherei nicht nur ein Ort zum Entleihen von Medien ist, zeigen die Zahlen der vielen Veranstaltungen im Jahr 2025. So gab es sieben Mal das Literaturcafé mit insgesamt 68 Teilnehmern, drei Führungen mit 54 erwachsenen Teilnehmern der Deutschkurse der VHS.
Es gab zehn Klassenführungen mit insgesamt 248 Schülern. 35 Mal besuchten Kindergärten mit insgesamt 845 Kindern die Stadtbücherei. Gut angenommen werden nach wie vor die Lesenachmittage der Agendagruppe „Familienfreundliches Trossingen“. 174 Grundschulkinder besuchten die acht Lesenachmittage. 379 Teilnehmer haben die Abendveranstaltungen, die teilweise in Kooperation mit der VHS stattfanden, besucht. Außerdem gab es 24 Veranstaltungen in der Schulbücherei mit insgesamt 799 Schülern.
„Die Zahlen sprechen für sich“, meinte Ralf Sorg, und „meine Kolleginnen machen einen tollen Job im Hinblick auf Kinder- und Jugendarbeit“, denn Buch und Sprache seien sehr wichtig für die Leseförderung und das spätere Leben. Immerhin seien im Jahr 2025 1093 Kinder „bespaßt“ worden.
Auch die Internetarbeitsplätze seien nach wie vor sehr gefragt. „Schüler kommen wegen Präsentationsarbeiten oder schreiben ihre Bewerbungen“. Es kämen zunehmend Schüler, die ganz bewusst in die Bücherei kommen. Die Frage nach dem Warum sei kürzlich so beantwortet worden: „Hier stören die Eltern nicht.“ Die Schüler machen ihre Projektarbeit oder bereiten sich voll konzentriert auf ihr Abi vor, weiß Ralf Sorg. Auch die Sitzecke mit Kaffeemöglichkeit sei in der Stadtbücherei zunehmend gut besucht.
„Die Bücherei ist ein Wohlfühlort, wo man bewusst willkommen ist.“ Die Bücherei sei aber auch ein Ort, der der Einsamkeit von Menschen entgegenwirke. So werde auch der Lieferservice weiterhin aufrechterhalten. „Menschen, die nicht mehr in die Bücherei kommen können, freuen sich jedes Mal, wenn ich die bestellten Bücher liefere.“ Der Lieferservice lohne sich deshalb auf alle Fälle.
Und während sich im Jahr 2025 insgesamt acht Familien mit dem Familienpass in der Bücherei angemeldet hätten, sei die Zahl mit zwei Lesern, die sich über den Seniorenpass meldeten, noch überschaubar.
Mit Blick auf die Schulbibliothek betonte Ralf Sorg: „Die neue Kollegin macht seit Januar einen tollen Job.“ Sie habe bereits viele Gespräche mit den Schulen und auch Schülern geführt. Die Öffnungszeiten wurden wieder erweitert und ab September 2026 sollen dort Veranstaltungen stattfinden. Insgesamt berichtet er von vielen „tollen Rückmeldungen und auch einem positiven vierseitigen Bericht über die Schulbibliothek“.
Sorg sieht sich mit seinem Team auf einem sehr guten Weg. „Trossingen muss sich mit seiner Bücherei nicht verstecken.“ Dies bekräftigte Bürgermeisterin Susanne Irion „Die Stadtbücherei Trossingen hatte im Jahr 2024 immerhin doppelt so viele Medien im Angebot wie der Kreisdurchschnitt.“