Die Mitglieder der Hofstetter Narrenzunft haben ihre Satzung geändert und die Führungsspitze organisatorisch neu aufgestellt. Seit der Gründung war Hans-Peter Singler alleiniger Vorsitzender der Zunft, jetzt hat er mit Fabian Witt und Jochen Neumaier zwei gleichberechtigte Kollegen an der Seite.
Die Neuausrichtung des Vorstands ist bereits mit Blick auf das 33-jährige Vereinsjubiläum und geplantem Narrentreffen 2026 auf den Weg gebracht worden. Das Organigramm der Zunft besteht jetzt aus einem Vorstand „Brauchtum“ (Hans-Peter Singler), dem die Hässprecher der Höllenhunde (Michael Kern), der Simsegräblser (Nils Kaspar) und den Schatzsucherinnen (Nicole Lupfer) sowie der Beisitzer „Kinder und Jugend“ (Doro Griesser) zugeordnet ist.
Perspektivische Paragrafen neu in der Satzung
Dem Vorstand „Festbetrieb“ (Jochen Neumaier) sind die Beisitzer „Wirtschaft“ (Stefanie Kaspar), „Bau“ (Markus Obert) und „Kreatives“ (Anja Ringwald) zugeordnet. Und dem Vorstand „Organisation“ (Fabian Witt) sind schließlich Schriftführer (Simone Krämer), Kassierer (Lena Brosamer) und der Beisitzer „Marketing“ (Michelle Sommerhalter) zugeordnet. Für diese grundlegende Änderung war eine umfangreiche Satzungsänderung notwendig, die von Daniela Neumaier ausgearbeitet wurde. Dafür galt ihr am Ende ein großes Dankeschön dem Vorstand, verbunden mit dem Applaus der Mitglieder.
Neu in die Satzung aufgenommen wurden auch perspektivische Paragrafen wie die Ernennung von Ehrenmitgliedern, für die eine separate Ehrungs-Ordnung erarbeitet wird. Aus dem bisherigen Vorstand wurden Daniela Neumaier, Andrea Ringwald und Simon Scherer (je acht Jahre) sowie Stefan Schrempp und Daniel Urbe (je fünf Jahre) verabschiedet.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr rief Hans-Peter Singler 19 Termine an Fasnacht, sechs Arbeitseinsätze und elf weitere Termine im Jahresverlauf vor. Die Zunft zählt aktuell 132 Höllenhunde, 20 Schatzsucherinnen, 60 Simsegräbsler und 46 Kinder. Als neue Hästräger wurden Julia Ringwald, Stefan Allgaier, Jannik Schwörer, Emily Knäble, Pia Czech mit ihren drei Kindern, Inga Witter-Rudolph, Alexander Krämer – als erster männliche „Schatzsucherin vun d´ Heidburg“ – und Marius Huber vorgestellt.
Der Kassenbericht wurde von Daniela Neumaier vorgelesen und wies am Ende ein Minus aus. Dabei hatte das Simsegräbsler-Open-Air für einen Umsatz-Rekord gesorgt, der Schmutzige Donnerstag mit einem guten Ergebnis abgeschlossen, das Narrenblättle und die Kinderfasent finanziell gut ausgehen.
Hoffnung auf bessere Zahlen im kommenden Jahr
Doch hohe Ausgaben durch eine Musikanlage für den Umzugswagen, Häs-Stoff, T-Shirts und Masken sowie eine Umsatzsteuer-Nachzahlung in vierstelliger Höhe standen dagegen. Mit der Ausrichtung der Höllennacht im Januar hofft man im kommenden Jahr auf bessere Zahlen. Bürgermeister Martin Aßmuth bedankte sich ausdrücklich für die viele ehrenamtlich geleistete Arbeit während des ganzen Jahres und verwies auf die besonders ärgerliche Beschädigung des Narrenbrunnens. Er hoffe auf eine zügige Schadensregulierung. Für langjährige Mitgliedschaften wurden Michael Volk, Dustin Ries und Daniel Ketterer (je 22 Jahre) sowie Lena Brosamer, Patricia Krämer, Beatrice Ruf, Daniel Urbe, Magdalena Voigt, Magnus Witt, Jannik Ruf, Nicole Lupfer, Jutta Eisenblätter und Beate Kern (je 11 Jahre) ausgezeichnet. In der anschließenden Hauptversammlung des Fördervereins berichtete Vorsitzender Oliver Kornmaier von der Beach-Party und dem jüngsten Schlachtfest, das erstmals durchgeführt wurde. Kornmaier bleibt weiterhin Vorsitzender, Schriftführerin, Kassiererin und Beisitzerin Wirtschaft sind wie in der Zunft besetzt.
Das Motto
Zauberer, Hexe und Fee - tummeln sich um den See. Einhorn, Zwerg und sprechender Baum – die Hofstetter Fasent wird ein Traum“, heißt es an der kommenden Fasent. Am Samstag, 20. Januar, steigt die vierte Höllennacht in Hofstetten, das Narrentreffen in Mühlenbach wird eine Woche später besucht. Am Wochenende des 2. Februars wird das Narrenblättle verkauft und es wird wieder ein Schnurren geben, außerdem steht das Guggen-Open-Air im Kalender. Der Schmutzige läuft in gewohnter Form im Dorf, erstmals bleibt die Zunft am Fasentsamstag im Dorf. Sonntags steht der Haslacher Umzug im Plan und am Dienstag gibt es die Kinderfasent mit anschließender Hundverbannung.