Der Historische Verein Schiltach-Schenkenzell zog bei seiner Hauptversammlung Bilanz und blickte ins neue Vereinsjahr.
Dreißig Mitglieder und Freunde, darunter Gäste aus den Nachbarvereinen Hausach und Aichhalden-Rötenberg begrüßte der Vorsitzende Markus Armbruster zur Jahresversammlung in Schiltach. Armbruster leitete den Abend und erinnerte an die Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen, das Sommerferienprogramm und den Fotowettbewerb zum Stadtjubiläum.
Den Mitgliedern war mit der Einladung bereits ein umfangreicher Tätigkeitsbericht von Schriftführer Reinhard Mahn zugegangen, so dass der Rückblick entsprechend knapp gehalten werden konnte. Armbruster berichtete zudem, dass die Neugestaltung der Gedenkanlage auf dem Schrofen Gestalt annehme und bei der Redaktion des Jahrbuchs „Die Ortenau“ grundlegende Veränderungen anstünden.
Marcus Löffler berichtete über die Finanzlage, und dass das Jahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden konnte. Löffler erläuterte eine zweckgebundene Spende, die zur Markierung ausgewählter Kleindenkmale in Schenkenzell mit QR-Codes verwendet werde. Interessierte erhalten damit die Möglichkeit, per Smartphone direkt auf Informationen auf der Vereinshomepage zurück zu greifen.
Auch im abgelaufenen Jahr konnten wieder neue Mitglieder dazu gewonnen werden.
Neue Kassenprüfer gewählt
Ohne Gegenstimmen wurden Dorothea Mattheis und Ute Droll zu neuen Kassenprüfern gewählt. Der im vergangenen Jahr bestätigte Vorstand besteht weiterhin aus Markus Armbruster (erster Vorsitzender), Werner Sum (zweiter Vorsitzender), Simon Bühler, Michael Buzzi, Helmut Horn, Marcus Löffler, Reinhard Mahn, Andreas Morgenstern, Frank Sum, Falko Vogler und Klaus Wolber.
In den sozialen Medien vertreten
Im Ausblick auf das neue Vereinsjahr stellte Simon Bühler die seit Jahresbeginn mit Patricia Schillinger Zug um Zug aufgebauten Social-Media-Auftritte bei Instagram und Facebook vor. Veranstaltungshinweise, Fotogegenüberstellungen „Früher/Heute“ und die Rätsel „Richtig oder Falsch“ markieren den Anfang. Der Verein erhofft sich damit, neue Zielgruppen anzusprechen.
Werner Sum machte auf ein sanierungsbedürftiges Grabkreuz auf dem Schenkenzeller Friedhof aufmerksam, ein Kleindenkmal, das von der Gemeinde Schenkenzell restauriert wird und für dessen Erhalt ein kleines Finanzpolster als Startkapital vorhanden sei, die Gemeinde aber gerne weitere Spenden annehme.
Im zweiten Halbjahr einiges vor
Anschließend stellte Helmut Horn die Vorhaben im zweiten Halbjahr 2025 und darüber hinaus vor. Mitte September wird er in einer Multivisionsshow über seine Erfahrungen beim „Pilgern auf dem Jakobsweg zwischen Einsiedeln und Genf“ berichten. Anfang Oktober präsentiert Willy Schoch in Schenkenzell unter dem Titel „Weisch no?“ alte Fotografien und wird damit bei den Besuchern Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken. Im November taucht Ewald Hall mit seinem Vortrag „Die Landschaft der Baar – wo Brigach und Breg die Donau zuweg bringen“ tief in Frühgeschichte und Namenswelt dieses alten Siedlungsraums ein. Auch für 2026 sind schon erste Vorhaben unter Dach und Fach.
Nach einer Fragerunde folgte ein Kurzvortrag von Frieder Wolber über den fast vergessenen Bergbau in Schiltach.