Insbesondere der Zivilschutz gewinnt bei der Freiwilligen Feuerwehr Seelbach zunehmend an Bedeutung, wie auf der Hauptversammlung zu hören war.
„Für die Freiwillige Feuerwehr gewinnt der Bevölkerungsschutz immer mehr an Bedeutung“, sagte Kommandant Christian Vögele in seiner Ansprache bei der Hauptversammlung am Samstag im Bürgerhaus. Im Bereich des Katastrophenschutzes habe sich die Feuerwehr in den vergangenen Jahren intensiv vorbereitet. Nun liege der Fokus verstärkt auch auf dem Zivilschutz, der angesichts der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen wieder stärker in den Vordergrund rücke, wie Vögele weiter ausführte.
Für mögliche Szenarien wie Stromausfälle, die Versorgung mit Lebensmitteln sowie die Bereitstellung von Unterkünften und Schutzräumen wolle man gut gerüstet sein. Bereits im Jahr 2022 wurde zudem über ein neues Feuerwehrhaus gesprochen. Um die Freiwillige Feuerwehr zeitgemäß aufzustellen und auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten, müsse hierfür eine geeignete Lösung gefunden werden, betonte Feuerwehrkommandant Vögele.
Schon an Silvester wurde die Wehr zu zwei Brandeinsätzen gerufen
Das vergangene Jahr verlief insgesamt vergleichsweise ruhig, berichtete Schriftführer Patrick Moser. Dennoch kam es bereits in der Silvesternacht 2025 zu zwei kleineren Brandeinsätzen. Anfang Oktober fand im Litschental eine Einsatzübung mit einem angenommenen Brand und vermissten Personen statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der organisationsübergreifenden Kommunikation sowie den Herausforderungen der Wasserversorgung bei einem Großbrand.
Einen besonders langen Einsatz hatte die Abteilung Seelbach derweil Ende April an der Schutter. In einer nächtlichen Aktion wurden rund 2000 Liter Heizöl abgepumpt, wodurch ein erheblicher Umweltschaden verhindert werden konnte.
Insgesamt rückte die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2025 zu 48 Einsätzen aus. Die Bilanz umfasst dabei insgesamt 14 Kleinbrände, 23 technische Hilfeleistungen sowie elf sonstige Einsätze. Die Abteilung Schönberg wurde dabei 14 Mal alarmiert.
Die Seelbacher Jugendfeuerwehr zählte im vergangenen Jahr insgesamt 53 Kinder und Jugendliche. Mit 18 Neuzugängen sei das Interesse weiterhin groß, berichtete Jugendfeuerwehrwart Markus Griesbaum auf der Hauptversammlung erfreut. Als Höhepunkt für die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer nannte er dabei in seiner Ansprache den Berufsfeuerwehrtag mit einem 24-stündigen Feuerwehrdienst.
Zudem wurden mehrere Ehrungen vorgenommen .
Ehrungen für Mitgliedschaft und aktiven Dienst
Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst gab’s das Ehrenkreuz für Karsten Hinrichsen und Andreas Wehrle, für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten es Thomas Buß und Oliver Wingert. Das Ehrenkreuz für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ging an Roni Bucher, Ludwig Kopf, Anton Roser und Bernd Wagner. Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Werner Himmelsbach und Franz Vögele, für 60 Jahre Mitgliedschaft Norbert Baumert und Franz Munz.