In seiner Hauptversammlung ging der Verein näher auf das vergangene Geschäftsjahr ein. Neuigkeiten erfuhren die Mitglieder zu den Themen Flutlicht und neuem Kunstrasenplatz. Mehr Zusammenhalt mahnte Ehrenvorstand Matthias Buchholz an.
Auf einer gut besuchten Hauptversammlung blickten die Verantwortlichen im FC Kirnbach auf ein Jahr mit sportlichen Erfolgen und viel ehrenamtlicher Arbeit zurück.
Wurde in den vergangenen Jahren alles getan, um das Clubhaus wieder zu einem gemütlichen Clubheim umzugestalten, stünden jetzt Kunstrasenplatz und Flutlicht auf der Agenda, merkte Vorstandsmitglied Andreas Eßlinger an.
Aus den in einer Sonderausgabe des Vereinshefts „Volltreffer“ zusammengefassten Berichten ging hervor, dass der Verein beim Thema Flutlicht spitz gerechnet hatte.
Spitz gerechnet bei der Flutlicht-Entscheidung
Die Entscheidung fiel gegen das E-Werk Mittelbaden und für den Anbieter Lumosa (Baden-Baden). Einen Anbieter, der unter anderem auch für Flutlichtanlagen von Bundesligist Eintracht Frankfurt verantwortlich zeichnet. 2025 geht der Verein die Sanierung des dann 18 Jahre alten Kunstrasens an.
Bis auf die Grundschicht werden Quarzsand, Gummigranulat und die verbliebenen Kunstgrashalme abgetragen, danach ein „Fill-In“ aus Quarzsand, ökologisch unbedenklichem Korkgranulat und strapazierfähige Kunstrasenhalme aufgebracht.
Erfahrungen anderer Vereine mit dem Korkgranulat zeigten, dass bei guter Pflege ebenfalls lange Nutzungsdauern möglich seien. Über die Umweltaspekte hinaus werde der neue Kunstrasen auch in puncto „Grätschenfreundlichkeit“ und „Hitzeentwicklung“ punkten, schwärmte Eßlinger vom neuen Untergrund. In Drittelfinanzierung habe der Badische Sportbund seinen Anteil bereits zugesagt. Für den städtischen Anteil präzisierte FCK-Mitglied Peter Göpferich, dass die 60.000 Euro im mittelfristigen Finanzplan stünden. Der Verein selbst hat seit einigen Jahren Gelder gespart und hofft, mit einer Spendenaktion ebenfalls auf 60.000 Euro zu kommen.
Unter anderem wurde die Finanzierung des Kunstrasenplatzes besprochen
Eßlinger ging dazu kurz auf die Finanzen des Vereins und die wichtige Rolle des Clubhauses ein. Mit vereinten Kräften sei es gelungen, alle 14 Tage ein Theken-Team bereitzustellen. Eßlinger appellierte, sich hier weiter zu engagieren. Ein Samstagnachmittag mit einer Freundesgruppe den Thekenbetrieb zu stemmen, könne auch Freude machen. Wöhrle bekam von Kassiererin Andrea Bühler ein „akkurat geschnürtes Paket“, entschied sich für eine Vollprüfung der Kasse und hier besonders auf alle Vorgänge rund um die Clubhaussanierung.
In Vertretung von Bürgermeister Geppert lobte Stadtrat Ulrich Wiedmaier das vom Vorstand in den vergangenen Jahren an den Tag gelegte Geschick im Umgang mit der Stadt. Sämtliche finanziellen Wünsche wurden stimmig vorgetragen, hatten dem Gemeinderat leichte Entscheidungen bereitet.
Dass der FCK mit über 550 Mitgliedern mehr ist als „nur“ ein Fußballverein sei, las sich in den Berichten der Badminton-Abteilung (mit Luan Wolber schaffte es erstmals in der Vereinsgeschichte ein Jugendspieler aufs Treppchen bei der DM) oder der gemischten Gymnastik-Gruppe. Riegen-Leiterin Elke Sum wurde nach 17 Jahren verabschiedet. Dass beim FCK vieles passend läuft, bestätigte sich bei den Neuwahlen des Vorstands.
Andreas Eßlinger (Vorstand Finanzen), Schriftführerin Carmen Agüera Oliver und die Beisitzer Patrick Leitl und Tobias Erker wurden bestätigt. Svenja Grathwohl übernahm das vakante Amt der Beisitzerin „Veranstaltungen und Clubhaus“, Andreas Fritschy fungiert neu als Beisitzer Sport. Lediglich der Vorstand „Öffentlichkeitsarbeit“ beziehungsweise der Beisitzer „Öffentlichkeitsarbeit“ konnten erneut nicht besetzt werden. „Die Arbeit bleibt dann eben weiter an uns hängen“, so Eßlinger.
Der Verein appellierte an den Zusammenhalt und die Beteiligung seiner Mitglieder
Ein wenig Arbeit abgeben konnte der Verein in der Organisation des Moosenmättle Open-Airs. Hier ist mit dem Verein „361 Grad“ eine Gruppe aus Offenburg mit ins Boot genommen worden. Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte Matthias Buchholz. Der Ehrenvorstand lobte für den Klassenerhalt der Herrenmannschaft und weitere Punkte der Damenmannschaft ein Mannschaftsfest im Buchholz’schen Garten aus, sparte über das Sportliche hinaus aber nicht mit Tadel für beide Mannschaften. Bei den Damen sei mit dem gesicherten Klassenerhalt nach die Motivation aktuell nicht vorhanden. Auch die Herren wurden deutlich kritisiert. Mehr Zusammenhalt im Verein sei nötig, um die für 2025 anvisierten Vereinsaktivitäten wie das Mitmachen beim Jubiläum „750 Jahre Kirnbach“ zu stemmen, mahnte der Ehrenvorsitzende in seinen Worten eindringlich an.
Ehrungen beim FCK
Für langjährige Treue zum Verein wurden in der Versammlung acht anwesende Mitglieder geehrt. Bronzene Ehrennadeln erhielten Karlheinz Brucker, Corinna Lauble, Patrick Leitl und Ulrich Wiedmaier. Mit „Silber“ wurde Andreas Eßlinger, mit „Gold“ Günter Binz, Jakob Esslinger und Karl Hildbrand bedacht. Infos zur Spendenaktion sind unter www.fc-kirnbach.spendentafel.de abrufbar.