Große Anstrengungen hat der FC Bad Dürrheim auf dem Platz und in der Vereinsarbeit, um diesen wieder in ruhiges Fahrwasser zu bekommen.Foto: Morat Foto: Schwarzwälder Bote

Fußballverein: Benjamin Wildgruber bleibt Vorsitzender / Hoffnung auf Spielgemeinschaft bei der Jugend

Nach einem etwas unruhigen Jahr mit Vorstandswechsel und finanziellen Problemen, dazu noch die Corona-Krise, sieht das Vorstandsteam des FC Bad Dürrheim wieder Licht am Ende des Tunnels.

Bad Dürrheim. "Im Herbst 2019 kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen", erinnerte der Vorsitzende Benjamin Wildgruber. Es habe einen Wechsel in der Vorstandschaft gegeben und die Finanzen mussten geregelt werden. Es habe einen Kampf um die Gelder gegeben. Durch Sponsoren und eine Sonderumlage der Mitglieder habe man die Rettung erreicht, die finanziellen Altlasten konnten im Januar 2020 beglichen werden.

Mit zwei starken Kadern ist der FC wieder gut aufgestellt, ließ Spielausschussvorsitzender Thomas Losch wissen. Nach der Corona-Pause könne wieder angegriffen werden, es gehe wieder nach vorne und man könne die Früchte ernten, die man erwartet und verdient habe.

Trotz fußballfreier Zeit konnte die Damenmannschaft Bezirkspokalsieger werden, blickte Salvatore Bucelli zurück. Es habe einige Neuzugänge gegeben, sodass derzeit 26 Mädchen dem Kader angehören.

"Die Jugend ist motiviert, obwohl sie einige Spiele verloren hat", berichtete Jugendleiter Can Zileli. Mehrere Jugendliche habe man jedoch verloren, die Pandemie hätte sie auf den Geschmack von Fernsehen auf dem Sofa gebracht. Gespräche mit Sportvereinen in den Ortsteilen seien sehr erfolgreich gewesen. Hier sei man positiv auf Gemeinsamkeit eingestellt. Dies sei auch ein Verdienst von Bürgermeister Jonathan Berggötz, der sich dafür eingesetzt habe. Es bestehe Hoffnung auf eine Spielgemeinschaft.

Bei der AH-Mannschaft habe es nur wenige Aktivitäten gegeben, vermittelte Klaus Fischerkeller. Bei der Teilnahme an Turnieren in München habe die Mannschaft von zehn möglichen Plätzen den achten erreicht. Geplant sei ein AH-Turnier im nächsten Frühjahr.

Benjamin Wildgruber berichtete weiter, dass für die Sanierung des Vereinsheimes ein Kredit in Höhe von 80 000 Euro mit einer zehnjährigen Laufzeit aufgenommen wurde, hier fließe auch die monatliche Tilgung von 560 Euro für den Kunstrasenplatz ein. Das Vereinsheim sei nach der gelungenen Sanierung gut verpachtet worden, im kommenden Jahr sollen noch die dem Gastraum zugehörigen sanitären Anlagen erneuert werden.

Bürgermeister Jonathan Berggötz bezeichnete den FC als eine tolle Gemeinschaft, die mit Blick über den Tellerrand viel vorangebracht habe. Es sei eine Freude, zu spüren, wie es nur wieder weitergehe.

Bad Dürrheim (kal). Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des FC Bad Dürrheim für die Satzungsänderung aus, die beinhaltet, dass künftig alle Aktiven zu Arbeitseinsätzen verpflichtet werden sollen. Für nicht geleistete Arbeitseinsätze solle ein Geldbetrag erhoben werden.

Benjamin Wildgruber erklärte den Hintergrund: Es sei immer schwieriger, freiwillige Helfer zu finden. 15 bis 20 Personen würde es geben, die stets bereit seien mitzuarbeiten, während die anderen Mitglieder am Spielfeldrand die Turniere verfolgen und genüsslich die Bratwurst verspeisen.

Angedacht sei nun, dass ein Mitglied jährlich zwei Arbeitseinsätze von jeweils drei Stunden übernehme. In welcher Höhe fehlende Einsätze berechnet werden, solle jährlich bei der Hauptversammlung beschlossen werden. Ausgenommen seien die Damenmannschaften, die alten Herren sowie die jüngsten Mitglieder, die Drei- bis Vierjährigen. Im Nachwuchsbereich gebe es derzeit 160 Aktive, deren Dienst die Eltern übernehmen sollten, Geschwisterkinder würden dabei als ein Kind zählen.

Es sind rund 450 Dienste pro Jahr zu bewältigen

Aus den Reihen der Versammelten kam die Frage auf, wie es geregelt werde, wenn sich mehr Mitglieder als erforderlich zu den Arbeitseinsätzen melden, sie hätten dann wohl das Nachsehen und müssten bezahlen. Es wird genug Dienste geben, versicherte Wildgruber, errechne im Jahr mit 450 Einsätzen. Dazu würde der Dienst am Kiosk zählen, Reparatur- und Pflegemaßnahmen bis hin zum Schneeschippen. Wenn ein Mitglied, das sich zum Arbeitseinsatz gemeldet habe, aus irgendeinem Grund ausfalle, müsse es sich um einem Ersatz bemühen. Möglicherweise werde es eine Kooperation mit dem Öschberghof geben, damit würden mehr Spiele in Bad Dürrheim stattfinden, also auch mehr Arbeitsdienste erforderlich.

Vorgeschlagen wurde, dass jedes Mitglied zunächst drei Arbeitsdienste pro Jahr übernehmen solle, die Regelung soll ab dem kommenden Oktober beginnen. Erstellt werden solle zur genauen Übersicht ein Online- Kalender.

Wahlen: Benjamin Wildgruber wurde als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Er übernahm zusätzlich die Aufgabe von Thomas Losch als Spielausschussvorsitzender. In Abwesenheit wurde Leni Kussauer zur Schatzmeisterin gewählt. Bernhard Krickl übernahm den Beisitzer für den Festausschuss.

Ehrungen: Zu Ehrenmitgliedern wurden Lothar Held und Albrecht Schlenker ernannt.

Die Ehrenmedaille in Bronze erhielten Roland Labor und Helmut Catterfeld, in Silber Jürgen Rebholz, Klaus Fischerkeller und Klaus Kussauer, in Gold Klaus Götz, Thomas Panzer und Lothar Held.

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