Mithilfe einer Trage können die Einsatzkräfte Menschen aus oberen Stockwerken evakuieren. Foto: Hübner

Mit mehr als 60 Einsatzkräften bewältige die St. Georgener Gesamtwehr ihre Hauptprobe in der Gewerbehallestraße. Das Interesse der Bevölkerung war groß.

St. Georgen - Schauplatz war das ehemalige Unternehmensgebäude A. Maier, das sich mittlerweile im Eigentum der Stadt befindet. Der Übung voraus ging eine Vorstellung der Drehleiter. Laut dem stellvertretenden Kommandanten Jens Baumann bringt sie 16 Tonnen auf die Waage, die Leiterlänge von 30 Metern erlaubt eine Rettungshöhe von 23 Metern.

Modernste Technik kam zum Einsatz, als die Fahrzeugführerin per Laser das Gelände vermaß, um den besten Aufstellpunkt zu finden. Eine per Schleifkorbtrage und Krankentragenhalterung aus dem zweiten Geschoss gerettete Person wurde zwei Mal gesichert, sodass ein Absturz nahezu ausgeschlossen sei, erläuterte Baumann.

Beeindruckend war auch der Einsatz des am Korb anbringbaren Lüfters, mit dem Räume von Rauch befreit werden können. Auch die Schuttmulde zum Abtransport von Dachziegeln und die Schwerlasttrage sowie das Hebegeschirr, um Personen aus tieferliegenden Gebieten zu retten, bekamen die Zuschauer zu sehen. Je nach Ausstattung ist eine Zuladung von bis zu 500 Kilo möglich.

60 Kräfte im Einsatz

In der Hauptprobe kamen 60 Einsatzkräfte aller Abteilungen sowie die Führungsgruppe C zum Einsatz. Mehrere Atemschutzträger mussten zur Personenrettung in das stark verrauchte Gebäude eindringen, Räume wurden per Wärmekamera abgesucht. Per Drehleiter rettete man Personen vom Gebäudedach. Weitere Arbeiten waren die Brandbekämpfung über mehrere Hydranten und den Löschwasserbehälter bei EBM-Papst sowie die Menschenrettung im Erdgeschoss per Rampe.

Floriansfest folgt am Sonntag

Wie immer war die samstägliche Hauptprobe mit dem Floriansfest verbunden, zu dem die Stadtwehr für den darauffolgenden Sonntag ins Gerätehaus einlud. Es gab unter anderem ein abwechslungsreiches Kinderprogramm, Fahrzeugvorstellungen und Brandschutzinformationen.