Die große Kreisstadt verfügt über ein großes Netzwerk integrativer Angebote. Foto: Kristoff Meller

Die Integrationsarbeit der Stadt ist vielfältig und wirksam. Das ging im Hauptausschuss aus den Erläuterungen von Inga Schwarz, Integrationsbeauftragte der Kommune, hervor.

Im Ausschuss skizzierte Schwarz Spielfelder, Akteure und Projekte, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit und kommunalen Aktivitäten zum Thema Integration von Relevanz sind. Dabei wurde der große Facettenreichtum des lokalen Netzwerks für Integration deutlich.

 

„Netzwerk Integration“

Als Nachfolgeformat der „Task Force Asyl“ wurde 2024 das „Netzwerk Integration Lörrach“ eingerichtet. Es bringt sowohl städtische als auch externe Akteure zusammen, die im Bereich der Integrationsarbeit tätig sind, und erhebt Bedarfe, die in Untergruppen bearbeitet werden. Zu den städtischen Akteuren gehören etliche Fachbereiche der Verwaltung und die Volkshochschule. Zu den externen Vertretern gehören Freie Träger (etwa Caritas und DRK), Ehrenamtliche (zum Beispiel der Freundeskreis Asyl), Migrantenselbstorganisationen, Stiftungen (Kaltenbach- und die Schubert-Durand-Stiftung), darüber hinaus unter anderem der SAK und die Wohnbau Lörrach.

Inga Schwarz Foto: Adrian Steineck

Über die städtische Netzwerkarbeit hinaus nimmt die Integrationsbeauftragte regelmäßig an den entsprechenden regionalen Netzwerktreffen des Landkreises Lörrach teil.

Wegweiser Migration

Die Bedarfsanalyse unter den Akteuren vom Dezember 2024 hat zur Einrichtung der „Arbeitsgruppe GU Stetten“ geführt. Zudem werden die Mitarbeiter der städtischen INSEL-Teams und der Kita-Planung regelmäßig fortgebildet.

Und: Die Überarbeitung des 2019 in der Printversion erschienenen Wegweisers Migration konnte in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Wegweiser Migration wurde inhaltlich in acht Sprachen überarbeitet und auf die Homepage eingepflegt. Er liegt nun in der Online-Version mit zugehörigem Flyer vor. Er bietet Informationen für Menschen, die neu nach Lörrach kommen.

Projekt in Brombach

Im Jahr 2024 wurde in Kooperation mit dem Bereich „Kitaplanung“ eine Sprachfördergruppe in Brombach eingerichtet. In die Umsetzung ist die Schubert-Durand-Stiftung eingebunden. Die Anmeldung läuft über die Integrationsbeauftragte.

SprachFIT

„SprachFit – Auf den Anfang kommt es an“, ist ein Sprachförderkonzept des Landes, das den Anfang der Schullaufbahn in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Konzept zur Sprachförderung im frühkindlichen Bereich und in der Grundschule setzt Sprachförderung künftig früh an und ist durchgängig von der Kita bis in die Schule geplant. Konkret erläutert Ilona Oswald, Fachbereichsleiterin „Bildung, Soziales, Sport“ – dort ist die Integrationsarbeit angebunden – in der Sitzungsvorlage: „Ziel ist es, Kinder schulreif in die Schule aufnehmen zu können.“ Die Integrationsbeauftragte koordiniert die Projektgruppe, zu deren Akteuren neben Vertretern von Schul- und Landratsamt, Stadt und Kindergärten auch die Lörracher Bürgerstiftung gehört.

Teilhabe- und Integrationsbeirat

Schwarz ist von Seiten der Kommune daneben zuständig für den Teilhabe- und Integrationsbeirat (TIB), der die politische Partizipation von Menschen mit Migrationserfahrung in Lörrach ermöglicht und die Integrationsarbeit der Stadt unterstützt. Der TIB besteht aus gewählten Mitgliedern mit Migrationserfahrung, Stadträten, sachkundigen Bürgern und der städtischen Geschäftsstelle des TIB.

Einbürgerungsfeierlichkeiten

Schließlich ist die Integrationsbeauftragte planerisch auch in die Einbürgerungsfeierlichkeit eingebunden: Im Jahr 2024 hat die Stadt erstmals die in den beiden zurückliegenden Jahren neu eingebürgerten Lörracher zu einem solchen Anlass eingeladen. Die Einbürgerungsfeierlichkeit wurde, so Schwarz, positiv aufgenommen. Sie werde zukünftig alle zwei Jahre stattfinden.