Für die zunehmende Komplexität des Feuerwehrwesens in Weil am Rhein braucht es auch einen hauptamtlichen Stellvertreter. Diese Aufgabe übernimmt Alexander Ebler.
Nach einer entsprechenden Änderung der Feuerwehrsatzung sowie zustimmenden Voten in den Ortschaftsräten und Ausschüssen ernannte der Gemeinderat Alexander Ebler am Dienstag nun offiziell zum hauptamtlichen Stellvertreter von Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter. Die von Oberbürgermeisterin Diana Stöcker unterzeichnete Bestellungsurkunde überreichte Bürgermeister Lorenz Wehrle für seine erkrankte Chefin unter dem Applaus des Gremiums.
Bislang sah die Feuerwehrsatzung zwei ehrenamtliche Stellvertreter des hauptamtlichen Kommandanten der Gesamtwehr der Stadt vor. Diese Funktionen hatten Ulrich Weber und Alexander Ebler inne.
Die Aufgaben des Leiters einer Wehr der Größe Weil am Rheins seien aber mittlerweile so vielfältig und komplex, dass sie sehr viel Zeit erfordern und von ehrenamtlichen Kräften – insbesondere bei längerer Abwesenheit des Kommandanten – kaum noch zu bewältigen seien, führte die Stadt in ihrer Vorlage aus. Deshalb wurde die Feuerwehrsatzung im Dezember 2025 entsprechend geändert und die Funktion eines hauptamtlichen Stellvertreters neu eingeführt.
Für diese sei Alexander Ebler vorgesehen, hatte Ordnungsamtsleiterin Ellen Nonnenmacher im Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss ausgeführt. Denn er bringe alle persönlichen und beruflichen Qualifikationen dafür mit. Seit 2003 gehört er als Aktiver der Feuerwehr an, seit 2021 arbeitet er als hauptamtliche Einsatzkraft in der Verwaltungsabteilung Feuerwehr für die Stadt. Als Leiter der Wache sei er direkter Vorgesetzter der hauptamtlichen Kräfte.
Die neue Satzung tritt am 1. April in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an hat die Feuerwehr dann nur noch einen ehrenamtlichen stellvertretenden Gesamtkommandanten, nämlich Ulrich Weber, dessen Amtszeit bis 2027 läuft.
Professionalität steigern
Der Gemeinderat begrüßte diesen weiteren Schritt zur Steigerung der Professionalität der Feuerwehr. Bernhard Scharf wunderte sich allerdings, warum in der Beschlussvorlage versichert wurde, dass dieser keine finanziellen Auswirkungen habe. An der Stellenbewertung ändere sich vorerst nichts, klärte Ellen Nonnenmacher auf, es handle sich nicht automatisch um eine Beförderung, sondern um eine Änderung der Funktion von Alexander Ebler innerhalb der Feuerwehr.
Schulterklappen angeheftet
Ebler befinde sich aber aktuell im Aufstieg vom mittleren in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst. Nach Abschluss des Laufbahnlehrganges im Jahr 2029 seien Stellenbewertung und -beschreibung dann entsprechend anzupassen, so die Verwaltung.
Zur neuen Funktion gratulierte Ebler auch Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter, der die entsprechenden neuen Schulterklappen mitgebracht hatte, die feierlich angeheftet wurden.