Alle Xaver aus der Region waren zum Heringessen eingeladen. Dieser musste ohne die Hilfe der Hände eingenommen werden.
Ein gut besuchter und feierlicher Gottesdienst in der Mühlenkapelle leitete am Dienstag den 142. Xaveritag ein. Im Festgottesdienst am Vorabend des eigentlichen Namenstags des Heiligen Franz Xaver ging Pfarrer Michael Lienhard zunächst auf das bewegte Leben des großen Missionars ein. Dieser sei am Betreten des chinesischen Festlands gescheitert und im Alter von 46 Jahren einsam auf einer Insel vor Chinas Küste gestorben. In seiner Ansprache bezog sich Lienhard auf Strophen des Kirchenlieds zum Heiligen Franziskus Xaverius, das zum Schluss angestimmt wurde und in dem es unter anderem heißt: „Du warst erwählt für Gott beseelt, zogst aus fürs Evangelium“. Lienhard rief dazu auf, selbst das Evangelium hinauszutragen, so wie es Franz Xaver getan hatte. Die Feier in der Mühlenkapelle war durch Walter Bührer und Paul Xaver Krämer musikalisch umrahmt worden.
Anschließend begab sich die Festgemeinde in den „Ochsen“, um dort den eigentlichen Xaveritag mit dem traditionellen Heringessen zu feiern. Xaveritagspräsident Franz Xaver Giesler zeigte sich erfreut über die sehr gute Beteiligung, trotz einiger Absagen. Besonders freute er sich über die Anwesenheit des achtjährigen Jan Xaver Schwendemann, der in Begleitung seines Vaters Sebastian Xaver erstmals zum Xaveritag in den „Ochsen“ gekommen war.
Brunhilde Giesler belohnte das Kommen des jungen Xaverli mit einer Weihnachtstüte und Giesler appellierte an die Eltern, ebenfalls mit ihren jungen Xaverli zum Namenstag zu kommen. Besondere Willkommensgrüße galten Pfarrer Michael Lienhard, Pater Franz Xaver Failer, der eigens aus dem Donauries gekommen war, um mit den Haslachern zu feiern. Aus Groß-Gerau war Alterspräsident Franz Xaver Giesler angereist und zur musikalischen Umrahmung des Abends waren Walter Bührer, Paul Xaver Krämer, Maximilian Xaver Spathelf und sein Bruder Julius angetreten. Den Auftakt bildete das aus 1898 stammende Xaveritagslied, das inbrünstig gesungen wurde. Mit viel Belustigung wurden die Heringe samt Pellkartoffeln verspeist und danach bestimmte Gedankenaustausch die Feier.