Die Verwaltung präsentierte die ersten Pläne und tauschte sich mit späteren Nutzern aus.
Knapp zwei Jahre ist es her gewesen, dass sich Skater, Jugendliche und Vertreter der Verwaltung auf dem Gelände des ehemaligen Skaterparks neben der Eichenbachsporthalle getroffen hatten, um dort über die Zukunft der Freizeiteinrichtung auszutauschen. Diese hatte beim Neubau des Haslacher Stadions weichen müssen. Jetzt nehmen die Pläne für den Neuaufbau Form an, das Projekt steht auf der Tagesordnung der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag, 14. Mai. Aus diesem Grund hatte die Verwaltung die potenziellen Nutzung zum Austausch eingeladen.
100 000 Euro soll das Projekt insgesamt kosten, allein 50 000 Euro sind für die Vorbereitung des Boden eingeplant, gaben Haslachs Bürgermeister Philipp Saar und Markus Neumaier vom Stadtbauamt bekannt. Die von der Stadt beauftragten Planer schlugen mehrere Varianten vor: Bei einigen waren die Hindernisse aus Holz, bei anderen aus Beton. Die Variante aus Holz habe ihre Nachteile, meinte Neumaier, denn das Material sei so anfällig, dass die Verwaltung das Ganze alle zwei Wochen auf Funktionsfähigkeit und Fehler überprüfen müsste und damit im Unterhalt ziemlich aufwändig werden würde. „Gespräche mit dem Planer haben ergeben, dass Holz gut ist, aber nur mit einem Dach praktikabel ist“, berichtete Neumaier. Außerdem gebe se bei den Hindernissen aus Holz nur eine Garantier von vier Jahren und die Lärmbelastung sei deutlich höher, wenn Skateboards auf Holz fahren. Aus Rücksicht auf die Anwohner musste der Skatepark dann zu gewissen Zeiten geschlossen werden. Beton sei desweiteren haltbarer als Holz. Die Verwaltung tendiere aus diese Gründen eher zu Betonvarianten. „Unser Ziel ist es, einen Skatepark für alle zu schaffen, das heißt für Anfänger, Fortgeschrittene und Fahrer mehrere Altersstufen“, betonte Saar. Eine Familie warf ein, dass es auch einige BMX-Fahrer gebe, die die Anlage gerne nutzen würden, was Neumaier gerne als Anregung aufnahm.
Bestimmte Hindernisse wie eine Wave oder Ollybox gebe es als Fertigprodukte, meinte Neumaier, woraufhin einige der späteren Nutzen zu bedenken gaben, dass manche dieser Teile in der Anwendung nicht wirklich praktikabel seien. Die Unterschiede bei den Herstellern seien groß. Bürgermeister Saar versprach, vor der Ausschreibung der Teile, die ausgewählten Produkte noch einmal online zu stellen, so dass die Skater dazu eine Rückmeldung geben können.
Eine weitere Frage galt dem zeitlichen Rahmen. „Wir könnten im nächsten Jahr im Frühjahr fertig sein, wenn wir es schnell hin bekommen wollen“, meinte Saar. Früher sei nicht möglich, denn: „Wir können nicht einfach in den Laden laufen und die Teile kaufen.“ Es seien Fristen einzuhalten. Der nächste Schritt sei, dieses Jahr den Untergrund fertig zu stellen und parallel dazu die Teile für den Skatepark zu bestellen. „Für uns ist nicht kriegsentscheidend, was wir da hinstellen. Für uns ist es eher eine Kostenfrage“, sagte der Bürgermeister. Auch wenn die Anlage schon stehe, sei es möglich, weitere Hindernisse hinzuzufügen. „Wir brauchen jetzt erst einmal den Gemeinderatsbeschluss. Könnte die Mehrheit hier dem Vorschlag für Betonteile folgen?“, fragte der Bürgermeister, was die Anwesenden bejahten.
Dach und Förderung
Yannik Hinzmann fragte, warum es nicht möglich sei, dem Vorschlag des Planers zu folgen, Holzhindernisse aufzustellen und sie mit einem Dach zu schützen. Bürgermeister Philipp Saar führte Kostengründe an: „Da müssten wir dann noch einmal mindestens 50 000 Euro drauf legen“, erklärte er. Auch die Frage nach einer Förderung, zum Beispiel durch Leader, verneinte er. Die Aussicht auf Erfolg sei zu gering, die erwartete Förderung zu niedrig und die einzuhaltenden Fristen würde das Projekt noch länger aufhalten.