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Haslach Veterinäramt warnt vor Welpen-Kauf im Ausland

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Der Hund ist nicht in der Lage, ausgestreckt in den Boxen zu liegen, bzw. zu stehen und sollte so von Rumänien quer durch Europa bis nach England transportiert werden. Foto: LRA

Haslach - Weil die Polizei und die Staatsanwaltschaft Offenburg gegen drei Personen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betruges, wie auch verschiedener Straftaten im Sinne des Tierschutz- und Tiergesundheitsgesetzes ermittelt, warnt das Veterinäramt vor dem Kauf von Hundewelpen aus dem Ausland. 

Die Tiere werden oft unter widrigen Transportbedingungen und ohne ausreichende Impfungen nach Deutschland gebracht: „In den jüngsten Wochen ist es wiederholt vorgekommen, dass wir bei Tiertransporten aus Osteuropa eingreifen mussten. Es wurden sogar bei legalen Transporten, die von Tierschutzvereinen organisiert werden, Mängel festgestellt, Tiere wurden dabei in zu kleinen Boxen untergebracht oder waren nicht richtig geimpft“, informiert Amtstierärztin Judith Delong.

Bei Tollwut-Verdacht kann Tier getötet werden

Leider gebe es noch immer viele skrupellose Vermehrer und Transporteure, die aus dem Mitleid tierlieber Menschen Gewinn schlagen. Das Leid der Tiere werde dadurch aber nicht gelindert, sondern sogar vermehrt, warnt das Veterinäramt. Deshalb weist es darauf hin, dass bei Hunden, die aus dem Ausland in Deutschland aufgenommen werden sollen, vorab die Voraussetzungen zur Einreise des Tieres sichergestellt werden müssen. Wenn das Tier die Einreisevoraussetzungen nicht erfülle, könne das weitreichende Folgen haben, so Straube.

Nach der Tollwut-Verordnung komme bei Tieren, für die ein Kontakt mit tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tieren nicht ausgeschlossen werden kann, eine sofortige Tötung in Betracht. Je nach Fall könne dies zwar mit der Anordnung einer bis zu dreimonatigen Quarantäne vermieden werden. Die Unterbringung des Tieres in einer Quarantäne-Einrichtung ist für den Tierhalter aber mit hohen Kosten verbunden - rund 25 Euro pro Tag und Tier. „Im Falle von illegal und viel zu jung verbrachten Welpen kommen dazu häufig noch erhebliche Tierarzt- und zusätzliche Pflegekosten“, gibt Delong zu bedenken.

Kauf fördert sogenannte Welpenfabriken

Insbesondere bei Tieren, die in Deutschland etwa über Kleinanzeigen zum Kauf angeboten werden, müsse der Käufer die entsprechenden Fragen stellen, mahnt der Tierexperte. Immer wieder würden Welpen im Internet angeboten, bei denen die tatsächliche Herkunft nicht ersichtlich sei oder bewusst verschleiert werde. Auch ein ausländischer Heimtierausweis solle den Käufer stutzig machen.

Um teure Folgekosten für eine Quarantäne und zusätzliche Tierarztkosten zu vermeiden, sei es ratsam, vor einem Welpenkauf gezielte Fragen zur Herkunft der Tiere zu stellen und sich das Muttertier zeigen zu lassen. „Teilweise werden dann aber irgendwelche älteren Hunde der gleichen Rasse vorgezeigt, die mit den viel zu jung aus dem Ausland verbrachten Welpen gar nichts zu tun haben“, mahnen die Amtstierärzte zur Vorsicht. „Der Kauf, auch aus Mitleid, insbesondere von Welpen der sogenannten Zwergrassen mit unklarer Herkunft, die im Internet angeboten werden, befeuert die weitere Vermehrung solcher Tiere in sogenannten Welpenfabriken, aus denen die Tiere nach Deutschland geschickt werden, bevor sie überhaupt richtig abgesetzt wurden und eigenständig fressen können“, zeigt Straube auf.

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