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Haslach i. K. Wohnungseinbrüche gehen zurück

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kinzigtal sinkt weiter. Trotzdem gehören Kontrollen zur Schwerpunktarbeit. Symbolfoto: Gebert Foto: Schwarzwälder Bote

Der positive Trend setzt sich fort: Das Polizeirevier Haslach hat 2019 wiederum weniger Straftaten im Zuständigkeitsgebiet registriert. Die Zahl sank von 1421 im Vorjahr auf 1412.

Mittleres Kinzigtal. Damit lässt sich für die Region weiterhin eine gute Sicherheitslage bescheinigen. Das geht aus der Kriminalitäts- und Unfallstatistik hervor, die diesmal per E-Mail an die Presse ging. Denn eine Vorstellung der Zahlen im Haslacher Revier, bei der normalerweise auch die Bürgermeister aus dem Zuständigkeitsgebiet dabei sind, war dieses Jahr nicht möglich. Der Grund – wie sollte es auch anders sein: Corona. Revierleiter Martin Ringwald und Carmen Glatt betonten am Donnerstag im Telefongespräch, dass sie an der üblichen Form der Präsentation im kommenden Jahr gerne festhalten würden.

Im Vergleich innerhalb des Ortenaukreises sind die Zahlen der Kriminalitätsstatistik "sehr gering", so Glatt. "Wir verfügen hier über eine hohe Lebensqualität." Fallzahlen: Die Aufklärungsquote liegt bei 60,5 Prozent. Da im Kinzigtal relativ wenige Straftaten verübt werden, schlagen sich schon geringe Änderungen in den Fallzahlen prozentual gesehen mit deutlichen Änderungen nieder. So wurden in Wolfach 186 Straftaten registriert, das sind 42 mehr als im Vorjahr – eine Steigerung um 29,2 Prozent. Glatt griff zwei Posten aus der Statistik heraus: Die Rauschgiftkriminalität stieg in Wolfach auf 25 registrierte Straftaten (2018: 18). "Die Kollegen haben 2019 verstärkt in dieser Hinsicht kontrolliert", so Glatt. Zudem wurden deutlich mehr Fahrräder gestohlen. Die Konsequenz: Der Wolfacher Bahnhof wird wieder verstärkt in den Fokus rücken. Die Polizei passe sich laufend an die Kriminalitätslage an. Drogen: Bleiben wir beim Rauschgift. "Besorgniserregend ist die Lage nicht", so Ringwald. Es liege in der Natur der Sache, dass die Zahlen sich erhöhen, je mehr kontrolliert wird – und: Ein Fall produziert meistens weitere. Im Bereich des Postens Zell haben die Kollegen 2019 einen Dealer erwischt und auf einen Schlag noch mehr als 40 Abnehmer ermittelt. "Das war ein richtig schöner Erfolg", lobte Ringwald.

Insgesamt stach 2019 die vergleichsweise hohe Zahl an sichergestellten Cannabispflanzen hervor. Nach wie vor sind entsprechende Produkte Spitzenreiter, während Kokain "im Kommen" sei. Drogentote gab es laut Polizei im vergangenen Jahr nicht. Der bislang letzte wurde 2017 verzeichnet. Einbrüche: Überaus erfreulich: Die Zahl der Wohnungseinbrüche befindet sich in einem Fünfjahrestief. 2015 waren es 18, 2016 stieg die Zahl auf 36 und 2019 verzeichnete das Polizeirevier Haslach 14 Einbrüche. Trotz dieser niedrigen Zahl bleiben Einbrüche ein Schwerpunkt der Polizei, betonte Ringwald. Insbesondere, wenn es dunkel ist, werden verstärkt Streifen gefahren. Besonderheiten: Einen tollen Ermittlungserfolg verzeichneten die Beamten des Postens in Zell im Rahmen einer Brandstiftung. In der Stadtkirche war im September Feuer gelegt worden, wobei unter anderem eine historische Fahne komplett verbrannte. Der Schaden: mehrere Tausend Euro. Das Feuer wurde schnell entdeckt, wodurch ein größerer Schaden verhindert wurde. Die Kriminaltechniker fanden laut Glatt zudem Fingerspuren, die zur Überführung des Täters führten.

Kein Glück hatte die Polizei dagegen bisher bei der versuchten Tötung im April bei Unterentersbach, als ein noch Unbekannter auf einen älteren Herrn einstach. Trotz einer Fahndung mit Hubschrauber wurde der Täter noch nicht ermittelt.

Die Beamten des Postens Wolfach waren unter anderem mit Diebstählen beschäftigt. So zapften vier Brüder an einem Baustellenfahrzeug in Hornberg 120 Liter Diesel ab. In Hausach wurden neun Fahrzeuge in einer Halle aufgebrochen.

"Die Menschen im Tal sind größtenteils sehr einsichtig", informierte Martin Ringwald über die aktuelle Corona-Lage. Die Polizisten kontrollieren auf ihren Streifen derzeit zum Beispiel auch, ob Abstandsregeln eingehalten werden. Anzeigen werden zwar manchmal fällig, "aber der Anteil ist verschwindend gering", sagte er. Personell ist das Revier derzeit so aufgestellt, dass die Polizei ihren Aufgaben vollumfänglich nachkommen kann. Laut Ringwald sind die Ausbildungszahlen hochgesetzt worden, wodurch in den kommenden Jahren Personal nachfolgt. Derzeit werden unterstützend auch Lehrkräfte der Polizeischulen eingesetzt, die aufgrund der Corona-Lage geschlossen sind.

Ihre Redaktion vor Ort Haslach

Lisa Kleinberger

Fax: 07832 9752-15

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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