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Haslach i. K. Start für neue Chance auf Integration

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In diesem Gebäude in Schnellingen zieht die Förderschule ein. Ein paar Räume wurden dafür angemietet. Foto: Lübke Foto: Schwarzwälder Bote

Schnellingen bekommt eine neue Schule. Im sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Heinz-von-Förster soll die Integration in den regulären Bildungsbetrieb gefördert werden.

Schnellingen. Eigentlich sollte im Ort eine Dorfschule entstehen. "Die war auch schon geplant und genehmigt. Dann hat sich das aber nicht verwirklicht", erzählt Günther Moser, Geschäftsleiter der Ohlebusch-Gruppe des Fachbereichs Baden im Gespräch mit dem Schwabo.

Die Freie Dorfschule eröffnete zwar im September 2016, musste aber nur einen Monat später schon wieder schließen (wir berichteten).

Normale Fächer aber ein anderes Konzept

Deutsch und Mathe werden in dem Gebäude an der Schnellinger Straße nun drei Jahre später trotzdem unterrichtet, denn die Heinz-von-Förster-Schule nimmt am Mittwoch, 11. September, den Betrieb auf.

Die Ohlebusch-Gruppe ist Träger der privaten Einrichtung, die zwar die normalen Fächer anbietet, sich im Konzept von einer regulären, staatlichen Schule aber deutlich unterscheidet.

"Bei uns werden Kinder, die einen besonderen Förderbedarf im emotionalen und sozialen Bereich haben, entsprechend individuell unterrichtet", erklärt Moser. An der Heinz-von-Förster-Schule gibt es auch kein Abschlusszeugnis. Das Ziel sei es, die Kinder zwischen der zweiten und sechten Klasse innerhalb von zwei Jahren in den normalen Schulbetrieb zu integrieren.

"In 80 bis 85 Prozent aller Fälle gelingt dieser Prozess auch", berichtet Moser von den Erfolgen in den anderen Heinz-von-Förster-Schulen, die es bereits in Rastatt, Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim gibt.

Bei der individuellen Förderung unterstützen im neuen Schuljahr in Schnellingen nicht nur Lehrer. Auch ein Erzieher und ein Sozialpädagoge sind im Unterricht eingebunden.

Gelingt der Übergang in den regulären Bildungsbetrieb innerhalb von zwei Jahren nicht, werde zusammen mit den Eltern an einer neuen Lösung gefeilt.

Acht bis zwölf Kinder beginnen mit Unterricht

Ähnliche Fördereinrichtungen gäbe es zwar auch in Offenburg, doch mit der ersten Heinz-von-Förster-Förderschule im Kinzigtal möchte die Ohlebusch-Gruppe lokal präsenter sein. "Eine Stunde Fahrweg macht für uns keinen Sinn. Wir wollen leichter zu erreichen sein", so Moser.

Ganz bewusst haben sich die Verantwortlichen auch gegen ein Ganztageskonzept entschieden. "Bei uns bekommen die Kinder Mittagessen und sind dann ab 14.30 Uhr zuhause. Sie brauchen auch mal eine Auszeit", beschreibt Moser.

Das Jugendamt, das staatliche Schulamt oder eben die Eltern melden Kinder an der Heinz-von-Förster-Schule an. Acht bis zwölf Schüler werden ab dem 11. September mit dem Unterricht beginnen. "Wir sind zum Start vielleicht noch nicht ganz ausgelastet. Es kann sein, dass aus jeder Klassenstufe nur ein Schüler da ist", blickt Moser voraus.

Gesucht wird derweil noch ein Schulleiter. Aktuell sei die Ohlebusch-Gruppe mit einem guten Kandidaten schon im Gespräch. Der Schulleiter würde auch gleichzeitig als zweiter Lehrer im Betrieb helfen.

Heinz von Förster war ein österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph. Er war für seine systemischen Ansätze bekannt. "Diese haben wir auch in unseren Schulen", erklärt Günther Moser. Von Förster wurde 1911 in Wien geboren und starb 2002 in Kalifornien.

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