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Haslach i. K. Stadt bekommt ihre B 33-Umfahrung

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Im Osten wird die neue B 33-Trasse per Unterführung an die Bestandsstraße angeschlossen. Der "Trog" ist ein Kompromiss – ursprünglich war im Osten ein neues Brückenbauwerk geplant. Foto: Regierungspräsidium

Haslach - Endlich: Die Stadt Haslach bekommt ihre Umfahrung. Nach längerer Sitzung hat sich der Stadtrat am Abend mit klarer Mehrheit für die Pläne des Regierungspräsidiums ausgesprochen. Ein Antrag auf Vertagung der Entscheidung durch die Grünen scheiterte ebenso klar.

Vor der Stadthalle hatten sich Gegner der Trasse mit Plakaten an die Gemeinderatsmitglieder gewandt. Die Entscheidung dürfe "nicht ohne Anhörung über unsere Köpfe hinweg" getroffen werden, forderte die BI Lebenswertes Kinzigtal.

Rund 80 Millionen Euro Kosten

Die Stadthalle war am Dienstagabend voll besetzt. Kunststück: Es gab wegen der Corona-Begrenzungen lediglich rund 100 Plätze für die Bürger. Eine Dreiviertelstunde lang beschäftigten sich zunächst zahlreiche Bürger in der Fragestunde mit der Umfahrung. Die Fragesteller äußerten sich durchweg kritisch zu der vorliegenden Planung, die vom Regierungspräsidium vorgestellt worden war. Rund 80 Millionen Euro wird die Straße kosten, mehr als zehn Jahre Bauzeit haben und 3,7 Kilometer lang sein.

Mehrfach musste Bürgermeister Philipp Saar die Politik der Stadt in dieser Sache erläutern. Tenor: Haslach sei das große Nadelöhr des Kinzigtal. Das könne nun mit einer Umfahrung beseitigt werden. Allerdings gebe es keine Debatte mehr um einen lange gewünschten Tunnel. Diese Variante stehe nicht mehr zur Wahl. Es gebe, so Saar, nur noch die jetzt vorliegende Trasse. Saar sprach von einem "historischen Beschluss".

Für Diskussionen sorgte ein Antrag der Grünen. Deren Fraktionsvorsitzender Martin Schaeffer erklärte, eine Entscheidung jetzt zu treffen, sei überstürzt. Leserbriefe und andere Vorstöße verschiedener Gruppen in den vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass noch viel zu viele Fragen offen seien. Nach 40 Jahren Diskussion sei es jetzt nicht an der Zeit, die Entscheidung übers Knie zu brechen. Sein Antrag, die Entscheidung zu vertagen und eine Bürgerversammlung einzuberufen, wurde von der Mehrheit des Rates dann abgelehnt.

Ein geschlossenes Ja

Ganz im Gegenteil zur Position der Grünen sahen die meisten Räte den zeitlichen Rahmen als überreizt an – ewig werde der Bund sicher nicht die Mittel für den Bau der Umfahrung bereithalten. Das machte auch Bürgermeister Saar klar. Haslach sei der Lösung des Problems noch nie so nahe gewesen und müsse die "einmalige Chance" jetzt nutzen. 40 Jahre lang sei debattiert worden.

Eine klare Mehrheit zeichnete sich dann ab, als die Fraktionssprecher von CDU, SPD und Freien Wählern in ihren Statements signalisierten, der jetzigen Variante zuzustimmen. Am Ende gab es ein geschlossenes Ja des Stadtratesm bei drei Gegenstimmen der Grünen.

Damit kommt die im Februar vorgestellte Bündeltrasse mit der Troglösung im Osten. Das Kinzigtal atmet auf.

In der Gemeinderatssitzung wurde am Abend heftig diskutiert. Über die Diskussion, aber auch weitere Reaktionen zum gefallenen Beschluss, berichten wir in der kommenden Ausgabe ausführlich.

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