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Haslach i. K. Ringe für Erwin, Arthur und Josef

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Die drei Jungstörche im Nest aus St. Arbogast haben nun Namen.Foto:Krafczyk Foto: Schwarzwälder Bote

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand jetzt die Beringung und Taufe der Haslacher Jungstörche statt. Sie wurden nach ehemaligen Storchenvätern benannt.

Haslach. Im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren war die jetzige Beringung in Deutschlands höchstem Storchennest auf dem großen Turm von St. Arbogast anders. Stets fand sie mit großem Interesse der Öffentlichkeit statt, verbunden mit einem sich anschließenden fest t an der Seilerbahn vor dem Storchentagsbild von Frieder Haser. Die Veranstaltung ist bisher immer von den Haslachern besucht gewesen, die die jeweilige Patenschaft für die im Nest befindlichen Jungstörche übernommen hatten.

In diesem Jahr fand die Beringung am vergangenen Freitag in aller Stille, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne offiziellen Storchenpaten statt. Im Laufe des Vormittags waren auch die Jungstörche auf der Hausacher Dorfkirche beringt worden.

Schon lange stand fest, dass die Storchenberingung in Corona-Krisenzeiten nicht so ablaufen würde wie für Haslach inzwischen gute Tradition ist. Doch schon seit mehr als sechs Wochen war klar, dass die Storchenberingung unter den vorgschriebenen Corona-Bedingungen stattfinden würde und dass von anfangs vier Küken nur noch drei übrig geblieben waren. Fest stand auch, dass die Bollenbacherin Lisa Kopas zusammen mit Gerard Mercier unter Assistenz von Max Lorenz und Zimmermeister Norbert Hauer den Turm besteigen würden, um den drei Jungstörchen die Erkennungsringe an den Beinen anzubringen.

Rechtzeitig zur diesjährigen Aktion waren die notwendigen Ringe von der Vogelwarte Radolfzell geliefert worden. Lisa Kopas, die wie schon im Vorjahr die Beringung von Storch "Gerard Mercier" übernommen hatte, vergab an die drei Jungstörche die folgenden die Ringnummern: AGV03 für Erwin, AGV04 für Arthur, AGV05 für Josef (siehe Infokasten).

Zum Abschluss der unter ungewöhnlichen Bedingungen vollzogenen Beringung dankten die Storchenfreunde aus entsprechendem Abstand den Akteuren für ihren Einsatz. Diese erreichten nicht wie sonst im Tal meist üblich von einem Kranwagen aus das Nest, sondern mussten in schwindelerregender Höhe von rund 60 Metern über den Dächern von Alt-Haslach zu den Störchen gelangen.

Das obligatorische Weinpräsent für die Storchenberinger überreichte Walter Bührer. Einen entsprechenden Umtrunk wird es, sobald es die derzeitige Krisenzeit wieder möglich macht, als Nachlese geben.

Die Storchenfreunde hoffen nun, dass im Nest auf St. Arbogast in der kommenden Zeit alles gut verlaufen wird und die Jungstörche schon bald ihre ersten Flugversuche unternehmen werden, so dass die Haslacher sie auf Nahrungssuche in familiärer Gemeinschaft beobachten können. Auf das kommende Frühjahr hin soll auf dem Kasten das dort befindliche Nest restauriert und etwas einladend "aufgemöbelt" werden. Außerdem gilt das besondere Augenmerk der Storchenfreunde weiterhin dem letzten noch intakten Wiesenbewässerungsgraben im Brühl, der auch den Namen "Storchengraben" trägt.

Eine etwas andere Form der Patenschaft für die drei beringten Jungstörche gab es in diesem Jahr. Storchenvater Alois Krafczyk hatte angesichts der Corona-Pandemie in Absprache mit dem kleinen Storchenfreundeskreis die Patenschaft für die drei Jungstörche übernommen. Zuvor hatten die Storchenfreunde dem Vorschlag zugestimmt, den drei Jungstörchen die Namen von Krafczyks Vorgängern im ältesten Ehrenamt der Stadt zu geben. Ein Vorschlag, der große Zustimmung fand. Mit der am Freitag erfolgten Beringung durch Lisa Kopas erhielten die drei Jungstörche die Namen Erwin, Arthur und Josef, zur Erinnerung an die Verdienste der Haslacher Erwin Matt, (Storchenvater von 1972 bis 1986), Arthur Siedler (1963 bis 1972) und Josef Klauser (1956 bis 1963). Mit dieser Namensgebung wurde der Einsatz dieser Haslacher im ältesten Ehrenamt der Stadt gewürdigt, ein Amt, das sich im Stadtarchiv bis in das Jahr 1643 zurück verfolgen lässt.

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