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Haslach i. K. Lebt man als Veganer gesünder?

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Mehr als viereinhalb Stunden nahm sich der Arzt und Autor Zeit, um die vielen Fragen des Publikums zu beantworten. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die erste Großveranstaltung des neuen Vereins "Kinzigtal goes vegan" hat am Freitag alle Erwartungen übertroffen. Mehr als 600 Zuhörer waren zum Vortragsabend mit Rüdiger Dahlke in die Hausacher Stadthalle geströmt, um sich zu informieren.

Hausach. Der Referent Rüdiger Dahlke berichtete über zwei große Themen: Die Krankheit als Symbol und "Peace Food" – das Friedensessen fürs eigene Immunsystem. "Krankheit ist nicht nur eine Plage, sondern kann auch der Weg zu sich selbst sein", führte Dahlke ins Thema ein. Viele Menschen würden die Chance wahrnehmen, aus ihrer Krankheit etwas zu machen und daran zu wachsen.

Wie beim Magengeschwür jemand "etwas in sich hineinfresse", so wachse bei einem Tumor "etwas" in ungesunder Weise, sagte der Arzt für Psychotherapie. Ihm gehe es dar­um, in Erweiterung der Schulmedizin hinter die Dinge zu schauen. Eine Krankheit müsse zuerst verstanden werden, bevor sie gewandelt und ins Gesamtbild des Lebens eingeordnet werden könnte.

Anschließend erklärte er die unterschiedliche Herangehensweise wissenschaftlicher Analytik und ganzheitlicher Betrachtung. Für jede Krankheit gelte es verschiedene Ursachen zu berücksichtigen. "Wir können keine Dinge aus der Welt schaffen. Wir können Dinge nur verschieben und auf verschiedenen Ebenen erleben", betonte Rüdiger Dahlke. So sei es etwa aus christlicher Sicht wichtig, ein großes Herz zu haben – aus kardiologischer Sicht sei das allerdings verkehrt. "Wir haben gar nicht die Wahl, ob wir ein großes Herz entwickeln, wir haben nur die Wahl der Betrachtungsebene: körperlich oder seelisch-geistig."

Krankheit als Sinnbild der Lebensweise

Mit der symbolischen Deutung von Krankheitsbildern könne wirksame Vorbeugung betrieben werden, was ein grundlegender Unterschied zur medizinischen Früherkennung sei. "Eine vegane Lebensweise ist bei Krankheit eine ideal begleitende Therapie", verband er die beiden Vortragsthemen. "Fasten wäre ein optimaler Einstieg, gesundheitliche Probleme lassen sich dadurch auf verblüffende Weise minimieren."

Jeder habe die Option, sehr alt zu werden und sehr gesund zu bleiben, war sich Dahlke sicher.

Der Lebensraum von Wild-Tieren werde vernichtet, um Flächen für die Haltung von Nutz-Tieren zu schaffen. Diese würden dann gequält, um gegessen zu werden und um Medikamente für Krankheiten zu testen, die es ohne Fleischverzehr gar nicht gebe.

"Mit einer veganen Lebensweise werden Sie auch krank, das wird sich nicht vermeiden lassen. Aber: Sie riskieren nichts!" Die Vitalität nehme zu und dies sei eine große Chance für die Gesundheit. Die Psychosomatik sei dabei als das Zusammenwirken von Psyche und Körper zu verstehen, die mechanisierte und industrialisierte Quälerei der Massentierhaltung übertrage sich auf die Qualität des Fleisches. "Wir essen die Schwingung des Wahnsinns", befand der Referent. Den Besuchern in der Hausacher Stadthalle riet er: "Ernähren Sie sich bunt. Sie haben unheimlich viel zu gewinnen."

Die Idee entstand vor zwei Jahren aus einem Treffen von 18 Menschen mit veganer Lebensweise. Im März diesen Jahres wurde der Verein gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, die vegane Lebensweise im Kinzigtal zu verbreiten. "Wir sind überzeugt, dass Menschen, Tiere und Umwelt dadurch Vorteile haben", erklärt Vorstand Sven Götz dem Schwabo. "Bei unseren Kochkursen, Gesundheitsvorträgen oder Veggie-Treffs, aber auch über die sozialen Medien bringen wir die Menschen mit dem Thema in Kontakt. Wir begleiten Interessierte in einem Coaching oder zeigen auf unserer veganen Karte, wo sich im Kinzigtal die besten Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden." Mitglieder des Vereins erhalten zu allen kostenpflichtigen Veranstaltungen ermäßigten Eintritt, Großveranstaltungen wie am Freitag werde es auf jeden Fall wieder geben.

 

Ihre Redaktion vor Ort Haslach

Lisa Kleinberger

Fax: 07832 9752-15

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