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Haslach i. K. Kleine Kapelle ist stolze 330 Jahre alt

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Die kleine Kapelle in der Haslacher Frühmess ist der Heiligen Maria geweiht.Foto: Krafczyk Foto: Schwarzwälder Bote

Einsam muss es vor 330 Jahren gewesen sein in dem Tälchen, das vom Städtchen aus in Richtung Sommerhalde führte. Dort hat der Haslacher Pfarrer Jakob Lipp (1640 bis 1701) eine Feldkapelle errichten lassen

Haslach. Gerade mal zwei bis drei Personen fanden Platz in der Kapelle, deren Mittelpunkt eine Madonnenfigur bildete. Diese kleine Kapelle ist nur ein Beweis für das große Engagement, mit welchem Jakob Lipp sein Amt ausgeübt hatte. Eine Straße in Haslach wurde später sogar nach ihm benannt.

Jakob Lipp war ein großer Wohltäter seiner Vaterstadt Haslach. Am 1. Dezember 1640 wurde der Sohn des Fürstenbergischen Landschreibers Franz Lipp geboren. Er studierte Theologie und wurde 1669 Pfarrer von Haslach, wo er mehr als 30 Jahre segensreich wirkte. 1667 war er zum Dekan des Landkapitels Lahr bestimmt worden und 1691 wurde er sogar zum Vize-Offizial des rechtsrheinischen Teils der Diözese Straßburg ernannt, zu dem auch Haslach gehörte.

Jakob Lipp führte auch den Titel eines apostolischen Notars. In seinem Testament hinterließ er seiner Vaterstadt viele Stiftungen , so einen silbervergoldeten Pokal, der die Form einer Haselnuss hat und das Wappen Lipps wie auch das der Stadt Haslach zeigt. Das Kunstwerk stammt aus einer Straßburger Werkstätte. Eine weitere Stiftung Lipps ist auch der linke Seitenaltar für den Heiligen Sebastian in der Friedhofskapelle. Aus seinem Nachlass stammt desweiteren auch ein wertvolles Exemplar der Schedelschen Weltchronik aus dem Jahre 1493 und schließlich die Feldkapelle in der Frühmess, das für immer "Pfarr’s Käppele" geworden ist.

In seinem Innern besitzt es ein steinernes Muttergottesbild, zu dem auch schon der kleine Heinrich Hansjakob in Kindheitstagen recht oft mit der Lenebas gezogen war. Hansjakob schreibt darüber: "War es Sommer geworden, so nahm sie mich spät abends von der Loretokapelle weg in das einsame Tälchen westlich davon. Da stand das kleinste aller heiligen Häuser in und um Hasle – des ›Pfarrers Käppele‹. Ein Pfarrer hatte es einst auf seinen Acker setzen lassen, der über dem Tälchen lag.

Auf Steintreppen stieg man zu dieser Kapelle hinauf; es hatte kaum Raum für zwei Personen, für einen Betstuhl und ein Altärchen, auf dem hinter einem Holzgitter ein Muttergottesbild stand. Ich habe nie eine so heilige Einsamkeit empfunden, wie in diesem winzigen Kirchlein in dem stillen, winzigen Tälchen. Und noch viele, viele Jahre später habe ich es aufgesucht und mich in die Stunden zurückversetzt, die ich mit der Lenebas hier zugebracht. Sie drinnen ganz allein und ich ganz allein auf der obersten Treppe, unbewußt schauend und sinnend in den kleinen Erdenwinkel hinein, in dem nur die Grillen zirpten unter blumigem Rasen."

Das Pfarr’s Käppele ist eines der Gotteshäuser, die der Gottesmutter Maria geweiht sind. Zum Festtag "Mariä Himmelfahrt" am Samstag, 15. August, ist auch die kleine Feldkapelle – längst mitten im Wohngebiet Frühmess stehend – wieder mit frischen Blumen geschmückt und lädt im Vorbeigehen ein zu einer kurzen Rast.

Das Pfarr’s Käppele ist eines der Gotteshäuser, die der Gottesmutter Maria geweiht sind. Zum Festtag "Mariä Himmelfahrt" am Samstag, 15. August, ist auch die kleine Feldkapelle – längst mitten im Wohngebiet Frühmess stehend – wieder mit frischen Blumen geschmückt und lädt im Vorbeigehen ein zu einer kurzen Rast.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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