Der Siegerkindergarten kann sich neben materieller Unterstützung auch auf den großen Erfahrungsschatz von Jürgen Alsdorf und dem Offenburger Obi-Team freuen. Foto: Bender Foto: Schwarzwälder-Bote

"Kindergarten-Baustelle": Schwarzwälder Bote und Obi erfüllen einem Kindergarten einen Wunsch.

Mittleres Kinzigtal - Mit der Aktion "Kindergarten-Baustelle" erfüllen der "Schwarzwälder Bote" und Obi Offenburg einem Kindergarten einen Wunsch. Einrichtungen können sich bis zum 14. Juli bewerben. Eine Jury wählt dann den Sieger, der für einen Aktionstag von Obi 3000 Euro und fachkundige Hilfe zur Verfügung gestellt bekommt.

Marktleiter Jürgen Alsdorf erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung, warum sein Unternehmen Kinder unterstützt, auf was er sich bei den Bewerbungen am meisten freut und wie der Aktionstag zum Erfolg wird.

Sie erhalten als Vertreter eines großen Unternehmens sicher viele Spendenanfragen. Wieso haben Sie sich dafür entschieden, einen Kindergarten zu unterstützen?

Wir bekommen in der Tat sehr viele Anfragen. Alle können wir leider nicht unterstützen. Doch wir suchen uns immer wieder Projekte aus, die wir für förderungswürdig halten. Das sind oft Schulen, Vereine und eben Kindergärten. Geld ist heutzutage knapp. Das bekommen soziale Einrichtungen besonders zu spüren. Das innovative Konzept der Kindergarten-Baustelle hat uns überzeugt, also sind wir dabei. Sie sitzen in der Jury, die die Bewerbungen sichtet und schließlich den Gewinner kürt.

Auf was freuen Sie sich bei den Einsendungen besonders?

Oft sind die Schreiben, die uns erreichen, recht simpel. Bei dieser Aktion sind Kreativität und Spaß gefragt, um das Projekt mit Leben zu füllen.

Die Bewerber müssen zeigen, warum wir uns gerade für sie entscheiden sollen.

Was würde Sie überzeugen?

Vergangenes Jahr haben wir eine Schule unterstützt, die uns eine Fotocollage geschickt hat. Da war zu sehen, wie viele Leute sich beteiligen, wie aktiv alle dabei sind. Unsere Mitarbeiter waren begeistert, mit welchem Ideenreichtum Schüler, Lehrer und Helfer dabei waren. Es wäre schön, wenn es nun bei der Kindergarten-Baustelle in eine ähnliche Richtung ginge. Was ist mit einem Budget von 3000 Euro an einem Tag realisierbar? Wir sind natürlich die Quelle der Waren und bringen einen großen Schatz an Erfahrungen mit. Das Potenzial ist groß, wir haben schon einmal einen kompletten Raum gestaltet – inklusive einer neuen Spielecke. Es soll aber in jedem Fall ein Gemeinschaftsprojekt werden. Da ist die Mitarbeit des Kindergartens gefragt.

Sie geben für den Aktionstag also kein konkretes Ziel aus?

Ein konkretes Ziel nicht, doch das Projekt sollte auf jeden Fall abgeschlossen und den Kindern am Ende präsentiert werden und natürlich auch gefallen. Wir wollen zeigen: Schaut her, das haben wir gemeinsam geschafft. Ihr Markt wird die freiwilligen Helfer am Aktionstag unterstützen. Haben Sie schon entschieden, wer das übernimmt? Nein, da ist eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Wir haben unseren Mitarbeitern das Projekt vorgestellt. Viele haben kurz darauf schon gefragt, was es zu tun gibt. Wir mussten den Tatendrang ein wenig bremsen, da wir Konkretes ja erst mitteilen können, wenn feststeht, welcher Kindergarten gewonnen hat. Sicher ist, dass einige Obi-Mitarbeiter dabei sein werden und jemand, der das als Verantwortlicher anleitet.

Benötigen Sie dann überhaupt noch Helfer vonseiten des Kindergartens?

Natürlich, je mehr Eltern und Freunde mitarbeiten, desto mehr können wir gemeinsam bewirken. Das A und O sind eine gute Organisation und Planung. Damit steht und fällt der Erfolg des Projekts. Nicht weniger wichtig sind so viele fleißige Hände wie möglich.

Ein Blick zurück: Wie war das bei Ihren Kindern – waren Sie zufrieden mit der Situation in deren Kindergarten?

Das ist lange her, mein Sohn ist schon erwachsen. Aber ich habe sehr positive Erinnerungen an diese Zeit. Es war eine große Gruppe von Eltern, die sich intensiv um das Wohl der Kinder gekümmert hat. Wir haben viel gemeinsam unternommen, waren wandern und auf Ausflügen. Der Kindergarten war damals top eingerichtet.

Die Fragen stellte Felix Bender