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Haslach i. K. Historische Entscheidung im Kinzigtal

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So sieht die Lösung aus: Im Osten wird die neue B 33-Trasse per Unterführung an die Bestandsstraße angeschlossen. Der "Trog" ist ein Kompromiss – ursprünglich war im Osten ein neues Brückenbauwerk geplant. Foto: Regierungspräsidium

Haslach - Die Region atmet auf: Haslach bekommt die B 33-Ortsumfahrung. Damit verschwindet ein Nadelöhr auf der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Rheintal und Schwarzwald. Der Haslacher Stadtrat hat sich am Dienstagabend mit einer großen Mehrheit für eine Ortsumfahrung ausgesprochen. Die entsprechenden Pläne waren im Februar vor rund 800 Besuchern in der Stadthalle vorgestellt worden. Jetzt kann das Regierungspräsidium Freiburg voll in die Straßenplanung einsteigen.

Mehr als 40 Jahre lang hat die Stadt Haslach um eine Verbesserung der Verkehrslage und eine Ortsumfahrung gerungen. Mit zahlreichen Ampelanlagen ist die Hansjakobstadt auf der wichtigen Verkehrsachse zwischen A 5 und A 81 ein Nadelöhr für den überörtlichen Verkehr. Bis auf Bundesebene beschäftigt das Problem seit Jahrzehnten auch die Politik. Entsprechend positiv fielen am Mittwoch die Reaktionen aus.

Steffen Auer, Präsident der IHK Südlicher Oberhein, hat ebenfalls die Unternehmen im Kinzigtal im Blick: "Das kann die Wirtschaft in der Region nur fördern", freut sich der Lahrer Unternehmer im Gespräch mit unserer Zeitung. Jahrelang habe man für eine Lösung gekämpft. "Das hintere Kinzigtal hat nun die Chance infrastrukturell angebunden zu werden."

Peter Weiß, CDU-Bundestagsabgeordneter, zeigte sich erfreut, dass nun eine Lösung gefunden wurde: "Endlich ist der gordische Knoten durchschlagen. Ich freue mich sehr über den Beschluss des Stadtrates, der in seiner Entscheidung grundsätzlich der modifizierten Planung zugestimmt hat", so Weiß. Als nächsten Schritt gelte es nun schnellstmöglich in das Planfeststellungsverfahren einzusteigen. Der Bundestagsabgeordnete habe deshalb bereits ein Schreiben an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer verfasst. "Nach dem jahrzehntelangen Ringen um eine Lösung für die B 33-Umfahrung Haslach müssen jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, damit die versprochene Entlastung der Bürger auch schnellstmöglich geplant und umgesetzt wird", so Weiß.                 

Marion Gentges, CDU-Landtagsabgeordnete, betont die zu erwartende Entlastung der für Bürger und Unternehmen. "Das Kinzigtal und die Menschen, die hier wohnen, brauchen eine Ortsumfahrung von Haslach", so die Politikerin. Mit der Entscheidung ihres Stadtrates schaffe die Stadt die Grundlage dafür. "Ich freue mich über die Entlastung, die das für die Menschen und Unternehmen der Region bedeuten wird", erklärt Gentges. Sandra Boser, Grünen-Landtagsabgeordnete, hält die Bündelungstrasse "für einen guter Kompromiss aus einem langjährigen Prozess". Mit der Zustimmung des Gemeinderats könne nun die konkreten Planungen angegangen werden, so beispielsweise der Lärmschutz. "In einer zukunftsfähige Planung muss aber auch die Verkehrswende mitgedacht werden, daher muss der Ausbau von Radwegeverbindungen genauso berücksichtigt werden, wie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs", fordert die Grünen-Politikerin. Johannes Fechner, SPD-Bundestagsabgeordneter, sieht im "Ja" zur Bündelstraße eine "Jahrhundert-Entscheidung" für das ganze Kinzigtal. "Die Umfahrung ist eine wichtige Investition für Bürger und Unternehmen im Kinzigtal", betont der SPD-Politiker und teilt gleich darauf aus: "Dass die Grünen diese wichtige Baumaßnahme weiter diskutieren wollen, ist nicht nachvollziehbar." In den zurückliegenden jahrzehntelangen Diskussionen sei nun wirklich jedes Argument abgewogen worden. Eine Volksabstimmung wäre nach der Gemeindeordnung zwar möglich. "Volksabstimmungen sollten aber nur zu wirklich strittigen Themen durchgeführt werden und außer den Grünen ist niemand gegen die Umfahrung", so Fechner.                                                                   

Thorsten Frei, CDU-Bundestagsabgeordneter,   betont den wirtschaftlichen Aspekt der Entscheidung. "Das Nadelöhr Haslach hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zum Problem für den Transit Schwarzwald-Rheintal-Autobahn und umgekehrt entwickelt", so der CDU-Politiker. "Für die wirtschaftliche Entwicklung der fünf in meinem Wahlkreis liegenden Gemeinden im Oberen Kinzigtal ist diese Umfahrung längst überfällig." Das Geld vom Bund liege bereit. Jetzt gelte es, die Planungen rasch voranzutreiben, um mit dem Bau beginnen zu können. "Hierüber werde ich im Juli detailliert mit Regierungspräsidentin Schäfer sprechen", so Frei abschließend.

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