Das Mittagessensangebot wird im katholischen Kindergarten sehr gut angenommen. Foto: Archiv: Reutter

Gemeinderat bekommt Infos über Auslastung, aktuelle Projekte und Pläne. Flüchtlinge sind großes Fragzeichen.

Haslach -  Sowohl der katholische Kindergarten in Haslach als auch der Waldkindergarten können sich über volle Gruppen freuen. Dies haben die Verantwortlichen in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtet. Beate Brudy erläuterte die Zahlen für die katholischen Kindergärten in Haslach und Bollenbach. "Die Kindergärtenten sind voll belegt", sagte die Kindergartenbeauftragte. Besonders stark sei die Nachfrage nach den Ganztagesplätzen, die "bis zum Rand voll" seien. Sehr gut angenommen würden auch die flexiblen Öffnungszeiten. Diese führen laut Brudy aber zu einem hohen Verwaltungsaufwand. Daher sei man strenger geworden, was die Anmeldungen angehe.

Probleme bereitet aber vor allem die Personalsuche, die aufgrund des Fachkräftemangels stark erschwert sei, sagte Brudy. Zudem sei auch die Entwicklung im Asylantenbereich noch nicht abzusehen. Hier stellen sich vor allem die Fragen, wann und wie viele Asylantenkinder kommen werden. Platz, um eine weitere Gruppe, zu eröffnen, ist laut Winkler vorhanden, da zwei Räume nicht belegt seien. Der Gemeinderat müsse dann entscheiden, ob eine weitere Gruppe eröffnet werden. Dies war Winklers Entgegnung auf Martin Schaeffers (Grüne) Frage, ob man sich früh genug, dieser Thematik stellen würde. Denn zu spät reagiert beziehungsweise nicht agiert zu haben, sei die Hauptkritik an den Politikern.

Was sehr gut ankommt, ist das seit September 2014 bestehende Angebot, im Kindergarten warm oder kalt zu essen. "Es gibt sehr viele Warm-Esser", sagte Brudy. Derzeit würden täglich 20 bis 25 Kinder ein warmes Mittagessen erhalten. "Es macht sehr viel Spaß", meinte Kindergartenleitern Sonja Nitz. Auch die Zusammenarbeit mit dem Alfred-Behr-Haus, wo das Essen gekocht wird, funktioniere sehr gut.

Bürgermeister Heinz Winkler zeigte sich erfreut über den Bericht und darüber, dass sich die hohen Investitionen in die Einrichtung gelohnt hätten. "Wir sind voll auf der Höhe der Zeit und das Angebot ist super", meinte der Rathauschef.

Lob gab es aber auch für den Waldkindergarten.

Waldkindergarten leistet "wunderbare Arbeit"

"Sie leisten wunderbare Arbeit", meinte Winkler. Zuvor hatten Vereinsvorsitzender Roland Schneider und Leiterin Bianca Schaub Schwarz vermeldet, dass die Einrichtung "voll ausgelastet" sei und es mehr Anfragen als freie Plätze gebe. Zudem hatten sie auf das Jubiläumsjahr des vor 15 Jahren gegründet Vereins zurückgeblickt. Für die nahe Zukunft ist geplant, eine Überdachung an beiden Bauwagen anzubringen und einen Unterstellplatz für den Rasenmäher zu schaffen. Außerdem sind Kinder zwischen 1,5 und drei Jahren an drei Tagen in der Woche eingeladen, in einer Spielgruppe mitzumachen. Hinten angestellt hat der Verein dagegen, seine Betreuungszeiten zu erweitern, gab Schneider bekannt. Dies sei nicht leistbar.

Hauptamtsleiter Adrian Ritter gab abschließend noch einen Überblick über die Entwicklung aller potenzieller Kindergartenkinder in den Jahren 2014 und 2018. Diese lassen darauf schließen, dass auch ohne die in der Statistik nicht berücksichtigten Asylantenkinder die Kindergärten weiterhin ausgelastet sein werden. Zudem gab Ritter die Ausgaben des Jahrs 2014 bekannt. Diese liegen bei den katholischen Kindergarten in Haslach und Bollenbach bei insgesamt rund 1,3 Millionen Euro, wovon die Stadt 71 Prozent (950 000 Euro) begleicht. Die Eltern zahlen 15 Prozent und der katholische Träger zehn Prozent. Die restlichen vier Prozent kommen durch sonstigen Einnahmen zustande.

Beim Waldkindergarten liegen die Ausgaben laut Ritter bei 165 000 Euro, wovon die Stadt 130 000 Euro (rund 80 Prozent) übernimmt.

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