Daumen hoch für die Aktion "Gentechnikfreie Schulküche" am Haslacher Bildungszentrum Foto: Kiebitz Foto: Schwarzwälder-Bote

Kochunterricht: Verbraucher- gemeinschaft Kiebitz freut sich über Entscheidung des Bildungszentrums.

Seit wenigen Wochen stammen die Milchprodukte und Eier, die für den Kochunterricht am Bildungszentrum Haslach eingekauft werden, aus regionaler und gentechnikfreier Produktion. Dies teilt Hanni Schaeffer von der Verbrauchergemeinschaft Kiebitz mit.

Haslach (red/lr). "Der Erfolg erforderte im Vorfeld viel Geduld und Beharrlichkeit", schreibt sie in einer Pressemitteilung.

Bereits im Februar 2012 stellte "Kiebitz" als Mitbegründer des Aktionsbündnisses Gentechnikfreie Ortenau den Antrag an die Stadt Haslach, sich zur gentechnikfreien Kommune zu erklären. Der Gemeinderat stimmte mit großer Mehrheit zu und unterzeichnete eine Selbstverpflichtungserklärung, in der es unter anderem heißt, dass in allen kommunalen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten möglichst regionale und gentechnikfreie Produkte verwendet werden sollen (wir haben berichtet).

Um diese Erklärung in die Tat umzusetzen, machte " Kiebitz" zu Beginn dieses Jahrs der Gemeinde und dem Bildungszentrum den Vorschlag, dass für den Unterricht nur noch regionale und gentechnikfreie Milchprodukte und Eier eingekauft werden, schreibt Hanni Schaeffer. Er wurde sowohl von der Stadt Haslach als auch von der Schule sehr begrüßt.

Da die Kosten laut Pressemitteilung für den Mehraufwand über den Schuletat finanziert werden können, stand einer Umsetzung nichts im Wege. Konkret bedeutet das, dass die Schule nur noch Milch, Sahne, Butter oder auch Joghurt der Marke Schwarzwaldmilch einkauft. "Das liegt auf der Hand, denn unsere Landwirte liefern ihre Milch an die Molkerei Schwarzwaldmilch. Hinzu kommt, dass bereits 98 Prozent der angelieferten Milch gentechnikfrei erzeugt wird, das heißt die Marke ist auf dem besten Weg, eine gentechnikfreie Molkerei zu werden", schreibt Schaeffer.

Auch bei den Eiern werde nun darauf geachtet, dass sie ausschließlich aus der Region kommen und aus Freilandhaltung sind. Die Gentechnikfreiheit ihrer Eier werde bereits von den lokalen Erzeugern garantiert.

"Der Gewinn dieser Maßnahme für alle Beteiligten liegt auf der Hand", freut sich die Kiebitz-Vorsitzende. Die Stadt Haslach setze ein Zeichen, dass sie es ernst meint mit ihrer Selbstverpflichtungserklärung und zeige sich solidarisch mit den Landwirten und regionalen Erzeugern. Der Verein Kiebitz und das Aktionsbündnis Gentechnikfreie Ortenau sehen sich in ihren Bemühungen bestätigt. Und die Schule zeige, dass sie das, was sie im Unterricht lehrt, in der Praxis tatsächlich lebt: "Es ist wichtig, regionale Erzeuger zu unterstützen und die eigenen Einflussmöglichkeiten als Verbraucher zum Beispiel durch den Kauf gentechnikfreier Produkte zu nutzen", schreibt Hanni Schaeffer weiter.

Simone Schaub, die Sprecherin der Hauswirtschaftslehrerinnen am Bildungszentrum Haslach, hat ihre Freude über die erfolgreiche Initiative des Kiebitz wie folgt zum Ausdruck gebracht. "Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Beharrlichkeit in diesem Bereich. Das ist eine tolle Sache", wird sie in der Pressemitteilung zitiert.

"Zu hoffen bleibt, dass weitere Gemeinden unserer Raumschaft sich dem Haslacher Beispiel anschließen", schreibt Hanni Schaeffer.