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Haslach i. K. Fehrenbacherhof

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Die Vorstellung innovativer Weihnachtsgeschenke gefiel dem Publikum bestens. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Apotheken-Umschau als Quelle der Inspiration und die Suche nach der richtigen Frau als Lebensaufgabe hat Kabarettist Martin Herrmann am Sonntag beschäftigt. Im voll besetzten Refektorium des Haslacher Klosters gab es großen Applaus.

Einen Teil seiner Gage stellte der Kabarettist Martin Herrmann dem Umbau des Jugend- und Freizeitheims Fehrenbacherhofs in Hofstetten zur Verfügung. Bei diesem wird im Herbst mit den Arbeiten begonnen (wir haben mehrfach berichtet).

Haslach. Er sei der erste Öko-Kabarettist in Baden-Württemberg, erklärte Herrmann gleich zu Beginn: "Das sieht man an der Frisur und am T-Shirt – beides ist nicht gebügelt. Sonst könnte ich ja gleich mit dem Flugzeug nach New York fliegen."

Über Doppelnamen von Frauen mache er grundsätzlich keine Witze, Annegret Kramp-Karrenbauer sei für die Bundeswehr sehr wichtig. "Bei der Bundeswehr läuft doch nichts mehr – da braucht es dringend einen Karren-Bauer und das hört sich immer noch besser an als Wagen-Knecht." Er mache auch kein politisches Kabarett, weil die Politiker viel bessere Kabarettisten wären.

Das Heiraten als solches sei bereits politisches Kabarett, wie er am Beispiel von Donald Trump veranschaulichte und machte sich selbst immer wieder auf die Suche nach der Frau fürs Leben. Mal singend mit Gitarre, mal tiefsinnig reimend und immer wieder mit überraschenden Wendungen.

Er stehe unter Reimzwang, gestand Hermann und verdichtete die Verleihung seines Kleinkunst-Preises, den er zunächst für einen Lottogewinn gehalten habe. Jetzt sei er größenwahnsinnig und verlange das 1,3-fache seiner bisherigen Gage. Die Ehe halte er für einen Riesen-Umweg in die Ein-Zimmer-Wohnung, sprach vom aktiven Attraktivitäts-Rückbau durch den angefressenen Schutzpanzer und betonte: "Verheiratete Männer leben länger – wollen aber früher sterben. Nein, sie leben natürlich genau so lange, es kommt ihnen nur länger vor."

Als Satiriker sei er ein an der Realität gescheiterter Romantiker – und auf Heiratssuche. Die Apotheken-Umschau lese er aus wissenschaftlichen Interesse, in der Mantel-Teilung des heiligen Martin sah er die erste dokumentierte Gütertrennung und stellte zwischen Frauen und der Mode eine darwinistische Beziehung her.

Das Paradoxon der westlichen Welt sah er in dem Leitsatz: "Du darfst nicht sehen, was dir gezeigt wird" und hatte prompt ein Männer-Erziehungslied parat. Selbst dem Tod schlug er im Lied zur Sommerzeit ein Schnippchen und meinte: "Wenn Sie meinen Nonsens als Unreife abtun, da könnten Sie recht haben!". Seine Themen hatten es mit Feinstaub-Belastung, Schuldgefühlen, der Organspende, dem Machbarkeits-Wahn oder Älter werden in sich und trotzdem verstand es der Kabarettist, spielend leicht damit umzugehen.

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