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Haslach i. K. B 33-Umfahrung: Viele offene Fragen

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So soll’s aussehen. Die Planer hatten nicht nur Visualisierungen und jede Menge Fakten im Gepäck, sondern auch ein Modell aus dem 3 D-Drucker. Es soll zeigen, wie sich die geplante Trassein die Landschaft einfügt. Foto: Braun

Haslach - Hochwasserschutz, Radwege, Bedürfnisse der Fußgänger und Lärmschutz: Die geplante Trasse der B 33-Umfahrung hat bei der Vorstellung am Mittwoch für Diskussionen gesorgt. An einigen Stellen der Straße besteht noch Nachbesserungsbedarf.

Rund 800 Zuhörer waren, wie aktuell berichtet, zur Präsentation in Haslachs Stadthalle gekommen. Viele Gäste stellten den vertretern des Regierungspräsidiums Fragen zu Details der Planung.

Wie sind die Radwegverbindungen?

Ein Radweg Richtung Hausach wurde von einigen Bürgern vermisst. "Wir haben eine Lösung im Blick", betonte Projektleiter Kai Steinborn. Diese sei aber noch nicht final. Die Achse Haslach-Bollenbach bleibt wie gehabt bestehen. Zudem rechnen die Planer damit, dass Radler in Zukunft vermehrt die Wegverbindungen nutzen werden, die momentan vom Überlandverkehr verstopft werden. Die Radwege wurden in der Diskussion immer wieder Thema. Das zeigt: An dieser Stelle besteht noch deutlicher Nachbesserungsbedarf. "Wir werden versuchen, das Bestmögliche herauszuholen", versprach Abteilungsleiter Claus Walther.

Warum ist die neue "Arche"-Brücke nicht barrierefrei?

Die neue "Arche"-Brücke für Radler und Fußgänger weist bei Haslach eine Steigung von neun Prozent auf. Barrierefrei wären sechs Prozent. Das sorgte für deutliche Kritik im Plenum und spielt mit in die Thematik "Radwege" hinein. Steinborn zeigte Verständnis für die Einwände der Bürger. Allerdings erklärte er, dass an dieser Stelle zwischen Bürgerinteressen und Wirtschaftlichkeit abgewogen werden müsste. Um absolute Barrierefreiheit herzustellen, müsste die Brücke weniger steil aufgeschlagen werden. Gleichzeitig muss sie aber eine Mindesthöhe über der Bundesstraße erreichen. Das bedeutet, dass die Trasse abgesenkt werden müsste – diese Kosten, so Steinborn, werde der Bund nicht tragen.

Was passiert in Sachen Lärmschutz?

An Teilen der Trasse sind Lärmschutzwände geplant, andernorts wird es auf passive Lärmschutzmaßnahmen hinauslaufen. Die Planer sind in dieser Hinsicht an die engen Grenzen gebunden, die der Bund vorgibt. Das schmeckte nicht Jedem. Dass Mischgebiete hinsichtlich der Grenzwerte anders bewertet werden als reine Wohngebiete, hielt Walther zwar auch für fragwürdig, aber am Ende blieb die Erkenntnis: Da ist nichts zu machen. Anwohner des "Trogs" machten sich ebenfalls Sorgen. Laut Steinborn ist allerdings die dort vorgesehene Tieferlegung der Trasse selbst bereits eine Lärmschutzmaßnahme.

Wo ist die Verbindungsstraße nach Fischerbach?

Bekanntlich wird zwischen Haslach und Fischerbach auch eine neue Kreisstraße gebaut. Diese ist allerdings Sache des Ortenaukreises – daher hatten die Planer in dieser Sache keine Informationen.

Hält der Hochwasserschutz, was er verspricht?

Diese Frage stellte Martin Schaeffer, der für die Grünen seit Jahrzehnten Mitglied im Haslacher Stadtrat ist. Er bezweifelte, dass die geplanten Maßnahmen den Schutz tatsächlich signifikant verbessern werden. Planer Thomas Fleischhacker erklärte, dass nach Abschluss der Maßnahmen ein Abfluss von 745 Kubikmetern pro Sekunde – das entspricht einem Jahrhunderthochwasser – abgehalten werden könne: "Wenn Sie unseren Berechnungen nicht vertrauen, vertrauen Sie auch der Hochwassergefahrenkarte nicht."

Gibt es Neues zum Tunnel?

Auf die Tunnel-Frage antwortete Steinborn: "Das kam nicht ganz unerwartet" und erntete damit nicht nur lautes Gelächter, sondern auch großen Applaus. Während die Planer mit Baukosten in Höhe von rund 80 Millionen Euro und Unterhaltungskosten von 70.000 Euro jährlich bei der oberirdischen Trasse rechnen, ist ein Tunnel viel teurer: Geschätzte 200 Millionen Euro für den Bau und jährlich rund 650.000 Euro Kosten für den Unterhalt. Walther sagte, der Bund habe gegen den Tunnel entschieden. "Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir am vorgestelltenPaket festhalten."

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