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Haslach i. K. Der Schwarzwaldverein ist gerettet

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Iris Rittmeier und Wolfhart von Zabiensky hatten den Haslacher Schwarzwaldverein zuletzt geleitet, wollten ihre Ämter im Vorstand jedoch niederlegen. Ihnen wurde für ihr Engagement ausdrücklich gedankt. Foto: Schwarzwälder Bote

Der Schwarzwaldverein Haslach ist gerettet. Nachdem er vor fünf Wochen praktisch vor der Auflösung gestanden hatte, hat sich ein motiviertes Team gefunden, das die Vorstandsarbeit übernehmen und den Verein nach vorne bringen möchte.

Haslach. Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte die scheidende Vorsitzende Iris Rittmeier noch von einer "Trauerfeier" gesprochen: Der Schwarzwaldverein (SWV) Haslach hatte trotz aller Mühen niemanden gefunden, der die Vorstandsarbeit weiterführen würde (wir berichteten). Die Liquidation des Vereins schien unausweichlich.

Bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend in der Stadthalle gab es dann aber sehr erfreuliche Nachrichten. Ein mögliches neues Vorstandsteam, bestehend aus acht engagierten Haslachern, will den SWV in die Zukunft führen. Die Vorstellung traf auf großes Wohlwollen der Mitglieder: Die Anwesenden wählten das achtköpfige Team einstimmig.

Drohendes Aus rüttelt engagierte Bürger auf

Vorstandssprecher ist Joachim Prinzbach. Schon vor der Wahl hatte er kurz dargelegt, was ihn und die Anderen dazu bewegt hatte, so kurzfristig in die Bresche zu springen. Die Presseberichte, dass der Verein kurz vor der Auflösung stehe, hätten ihn aufgerüttelt, meinte er. Und nicht nur Prinzbach: Diesen Punkt stellten einige seiner Mitstreiter ebenfalls heraus. "Schnell war klar, dass wir gemeinsam handeln wollen", so Prinzbach. Er freue sich, dass so acht Personen gefunden wurden die allesamt motiviert – und naturverbunden – sind.

Prinzbach verdeutlichte, dass das neue Team natürlich auch frische Ideen einbringen werde. Er bat um Verständnis, dass diese nach erst fünf Wochen Vorbereitungszeit an diesem Abend noch nicht besonders weit gediehen waren.

Ein alter Hase bleibt dem SWV im Team erhalten: Albert Neumaier bleibt Wegewart. Dieses Amt führt er bereits seit 2005 aus, erklärte er an die Runde gewandt

Nicht nur durch seine Tätigkeit bei der Haslacher Tourist-Info, sondern auch über seinen Vater, der Ehrenvorsitzender des Steinacher Verschönerungsvereins ist, ist Werner Müller bestens mit der Thematik betraut. Er ist einer der drei neuen Beisitzer. Er habe den Kampf des SWV lange verfolgt, als Einzelperson aber keine Chance gesehen, zu handeln.

"Ich habe nur gedacht: Es kann doch nicht sein, dass der Schwarzwaldverein sich auflöst!", blickte die designierte Schriftführerin Simone Giesler zurück. Sie wolle sich gern einbringen, um den Fortbestand des Vereins zu sichern. Ihr Ehemann Lars Giesler ist als Beisitzer mit im Boot.

Ähnlich sah es auch Frank Werstein, der seit einem Jahr Haslachs Revierförster ist und vorher lange in Gutach tätig war. Er sehe täglich, welche wichtige Arbeit der Verein draußen leiste. Er komplettiert mit Simone Giesler die dreiköpfige Vorstandsspitze und hat viele Ideen, auf deren Umsetzung er sich freue.

Nathalie Sum übernimmt das Amt der Kassiererin, ihr Ehemann Markus ist ebenfalls Beisitzer. Beide treibt der Wunsch, den SWV Haslach attraktiver für Familien und die jüngere Generation zu machen. Markus Sum sagte, er könne sich zudem vorstellen, etwas in Richtung Mountainbiking aufzuziehen. Das brauche aber noch Zeit.

Bürgermeister Philipp Saar brachte es in einer kurzen Rede auf den Punkt: "Ich freue mich, dass ein schlagkräftiges Team gefunden wurde." Als Wahlleiter hatte er ein leichtes Amt und gratulierte danach ausdrücklich zur einstimmigen Wahl für das neue Team. Prinzbach betonte abschließend, dass alle, die sich einbringen möchten, dazu eingeladen sind, sich zu melden.

Zu Beginn hatte Iris Rittmeier noch ihren Mitstreitern dafür gedankt, dass sie den langen Kampf mit ihr gemeinsam gekämpft hatten. Die scheidenden Vorstandsmitglieder sollen noch einmal angemessen gewürdigt werden, sobald die Umstände es zulassen.

Saar freut sich über "schlagkräftiges Team"

"Ich bin überglücklich", sagte Werner Hillmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Vizepräsident des Dachverbands hatte sich seit 2019 mit Herzblut für die Weiterführung der Ortsgruppe stark gemacht. Er betonte noch einmal, wie wichtig der SWV als Partner des Tourismus ist. Die Neuaufstellung des Teams sei "geradezu genial". Er habe bereits erlebt, wie sehr die Gruppe vor Ideen sprühe. "Das tut gut."

Der Haslacher Schwarzwaldverein ist mehr als 130 Jahre alt und übernimmt mit Aufgaben wie der Pflege des Wanderwegenetzes rund um die Hansjakobstadt auch Aufgaben, die für den Tourismus wichtig sind. Gegründet wurde der Verein 1886 und gehört damit zu den ältesten Ortsgruppen im Kinzigtal. Die Suche nach einem neuen Vorstand gestaltete sich in den vergangenen Jahren schwierig. Schon im März 2019 hatten Stadt und SWV bei einem Pressetermin Alarm geschlagen. In der Folge machte Vorsitzende Iris Rittmeier, unterstützt durch Wolfhart von Zabiensky, dann doch noch einmal weiter. Hätte sich jetzt nicht kurzfristig ein neuer Vorstand gefunden, wäre die Auflösung jedoch unausweichlich gewesen. Erst im vergangenen Oktober war bei einer Versammlung bekannt gegeben worden, dass es keinen neuen Vorstand gibt und der Verein damit aufgelöst werden muss.

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