Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel eröffneten die Reihe "Kleinkunst im Kloster" fulminant. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Kleinkunst: Bühnenduo "Einfach so" begeistert Publikum

Haslach (stö). Die Haslacher Reihe "Kleinkunst im Kloster" ("KliK") ist mit kunstvoller Wortakrobatik in die neue Saison gestartet. Bei Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel galt die strikte Regel: "Der Reim hat immer Recht!" Und so gab es immer wieder großen Applaus fürs Bühnenduo "Einfach so".

Das gut zweistündige Programm war eine gekonnte Mischung aus Erzählkunst, Schauspiel und Gesang. "Es gibt viel mehr Brüche als Reimbrüche", stiegen die Wortakrobaten in ihr Programm ein. Veränderungen seien nicht immer ganz bequem und der Mensch würde mit den Ur-Instinkten Angriff, Flucht oder Totstellen auf Ängste reagieren. Nach einer wortgewaltigen Vorstellung ihrer größten Opossum-Boa-Momente unter musikalischer Einbeziehung des Publikums forderten Bosch und Hufnagel: "Lasst uns aufhören, uns tot zu stellen. Lasst uns anfangen, zu leben!"

Ihre mitunter tiefgründigen Botschaften verpackten sie in kleinere und größere Geschichten zu Themen wie dem chronischen Schluckauf, dem Faultier oder der Schokolade. Wenn beispielsweise das biblische Gleichnis der Vögel, die nicht säen und nicht ernten in einen modernen Rap-Text umgewandelt wurde oder der Zucker den Titel "Volks-Droge Nummer Eins" bekam, wurden die Gäste bestens unterhalten. Mit "Haltung in der Unterhaltung" ging es nach der Pause im Moll-Teil des Abends tiefgründig weiter.

Das große Thema Geld wurde im Zusammenhang mit dem "Blauen Gold" Wasser gesellschaftskritisch aufbereitet: "Wasser ist Macht und in wenigen Händen!" Am Ende forderten sie: "Wasser ist Leben und gehört als Menschenrecht in jedes Gesetz fest verankert!" Dem schloss sich das Publikum mit großem Applaus an.

Leicht und unterhaltsam klang der Abend mit einem motivierenden "Chacka" und einer an der Realität scheiternden Liebesgeschichte aus. Keine Frage, das verlangte nach einer Zugabe, die in musikalisch motivierender Form gerne gewährt wurde.

Am Ende des unterhaltsamen Abends verlieh Martin Schwendemann den Kleinkunst-Preis "Haslacher Hilfs-Haselnuss" aus Porzellan. Ansgar Hufnagel und Cäcilia Bosch sahen darin sofort den Anreiz für einen neuen Programm-Punkt mit einer Eichhörnchen-Nummer als Pendant zum Faultier.

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