Symbolischer Spatenstich bei bestem Wetter: Der Baustart für das neue BBS-Gebäude wurde am Freitag im kleinsten Rahmen gefeiert. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Wirtschaft: Unternehmen baut neue Lackieranlage im Haslacher "Mühlegrün" / Verwaltung wird erweitert

Haslach. Rund 20 Millionen Euro investiert BBS Motorsport in eine neue Lackieranlage und mehr Fläche für die Verwaltung in Haslach. Am Freitag wurde der symbolische Spatenstich vollzogen – in einem Jahr soll die Lackieranlage in Betrieb sein.

Fertigstellung ist für das kommende Jahr geplant

Das erklärte Geschäftsfüher Roman Müller eingangs der Veranstaltung, die unter den geltenden Corona-Regeln stattfand. "Die Lackieranlage ist der Hauptgrund für die Erweiterung", führte Müller aus: Rund 3600 Quadratmeter des neuen Gebäudes entfallen auf Produktion und Lager, dazu kommen rund 1300 Quadratmeter Fläche für die Verwaltung. Müller blickte auf die bisherigen Planungen zurück, die bislang etwa zwei Jahre gedauert haben, und sparte nicht mit Lob für die Mitarbeiter der Stadt Haslach, die das Unternehmen bisher wohlwollend und tatkräftig begleitet hätten.

"Jetzt hoffen wir, dass die ersten Teile die Lackieranlage in einem Jahr verlassen", blickte er voraus. "Wir sind sehr motiviert und ich freue mich riesig auf das Projekt", bekannte der Geschäftsführer. Zumal das Unternehmen mit diesem Schritt auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt sei.

Haslachs Bürgermeister Philipp Saar betonte, dass das Konzept die Findungskommission, die über die Vergabe des Grundstücks zu entscheiden hatte, überzeugt habe. Ganz besonders freue ihn natürlich, dass BBS zum Standort Haslach stehe.

Einen guten Bauverlauf wünschte Tobias Oberle, Geschäftsbereichsleiter bei Freyer Industriebau. Das Kenzinger Unternehmen hat das Gebäude für BBS geplant und setzt das Projekt als Baupartner jetzt auch bezugsfertig um. Das "schmucke Gebäude" erhielt viel Lob im Voraus: Ein zurückversetzer Eingangsbereich, ein vollverglastes Dachgeschoss und eine umlaufende Terrasse sind geplant. Markant sind zwei große Rundfenster, einen Bezug zum BBS-Raddesign herstellen und von Geschäftsführer Roman Müller selbst entworfen wurden.

Der Komplex wird nach KFW-Standard 55 gebaut, was unter anderem durch eine Photovoltaik-Anlage und extensiver Begrünung auf den Dachflächen erreicht werden soll. Laut Müller strebt das Unternehmen an, CO2-neutral zu produzieren. Das hob auch Martin Heinzmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, hervor.

Die BBS-Motorsport-Räder kommen weltweit in fast allen Rennserien zum Einsatz. Auch bei High-End-Serienfahrzeugen sind sie beliebt. Gefertigt werden sie in einer Manufaktur in Haslach. "Der Neubau wird nicht nur unsere Kapazitäten erweitern, sondern zugleich den Charakter unserer Hightech-Manufaktur repräsentieren", so Müller.

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