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Haslach "Ein architektonischer Glanzpunkt"

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Die kirchlichen Gruppierungen stellten ihre Arbeit an Stellwänden im Obergeschoss vor. Das Interesse war sehr groß. Foto: sb

Haslach - Das Gemeindehaus "St. Sebastian" ist mit einem großen Fest seiner Bestimmung übergeben worden. Den ganzen Sonntag lang herrschte Hochbetrieb, schon zur morgendlichen Einweihung war der Saal voll besetzt.

Pfarrgemeinderatvorsitzender Bruno Prinzbach begrüßte die Gäste mit der Ansage: "Begegnung braucht Raum". Im Zeitalter der Digitalisierung klinge das vielleicht provokant, werde so aber vom Pfarrgemeinderat, den neuen Pfarrteams getragen. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen, es ist ein modernes, multifunktionales Gebäude mit Charakter entstanden", befand Prinzbach.

Im Vorfeld habe es mit den Verantwortlichen des Ordinariats durchaus anstrengende Gespräche und ein konstruktives Ringen um die beste Lösung gegeben. Am Ende sei dann ein Zuschuss in Höhe von 900.000 Euro gewährt worden, "ohne den ein Neubau nicht möglich gewesen wäre". Die Stadt habe sich mit 350 000 Euro und wohlwollender Begleitung am Bau beteiligt, ein Dank gelte Bürgermeister Heinz Winkler für den Impuls zum Bühnenbau und der Technik im neuen Gemeindehaus. "Die Kirche hätte sich das nicht leisten können. Das Geld ist gut investiert, der Saal bietet mit seinen vielen Funktionen einen Mehrwert für die ganze Stadt", betonte Prinzbach. Im Bezug auf die Größe des Saals werde eine Lücke zwischen der Stadthalle und dem Haus der Musik geschlossen.

Ein "dankbares Vergelt’s Gott" gehe besonders an die vielen Spender. Das Konto weise derzeit einen Betrag von 69 800 Euro aus, mit denen das gesamte Inventar mit Stühlen und Tischen, die mobile Trennwand und ein großer Teil der Küche angeschafft wurden. "Das sind optimale Voraussetzungen für die Aktivitäten der kirchlichen Vereine", bedankte sich Bruno Prinzbach.

Architekt Marco Engler informierte über Baudaten und die Gesamtkonzeption des Gebäudes. Das Material des alten Pfarrheims sei zum Auffüllen verwendet worden. "So trägt die Erinnerung des Alten das Fundament für die Zukunft", befand Engler.

Pfarrer Helmut Steidel segnete das Gemeindehaus St. Sebastian und betonte: "Dass Menschen hier zusammen kommen, dass wir unseren christlichen Glauben leben könne, darum geht es bei der Segnung."

Haslachs Bürgermeister Heinz Winkler lobte "den Mut, Bewährtes an Architektur und inneren Abläufen aufzugeben, Neues zu wagen und dabei die Menschen mit auf den Weg zu nehmen." Es sei "ein architektonischer Glanzpunkt" in der Stadt geschaffen worden mit einer ungemein hellen und freundlichen Atmosphäre. "Das Geld der Bürger ist hier überaus gut angelegt", befand Bürgermeister Heinz Winkler.

Traude Walker gratulierte in guter ökumenischer Tradition für die evangelische Kirche, seitens des türkisch-islamischen Vereins trat Binnur Aksu ans Mikrofon. Haslachs Vereinssprecher Michael Geiger lobte: "Mit Hauptamt und sehr viel Ehrenamt ist es gelungen, Chancen für Modernität und Offenheit in der Kirche zu finden. Das wird in Haslach gelebt."

Musikalisch umrahmt von Kirchenmusiker Bernhard Mussler richtete Bruno Prinzbach am Ende ein dickes "Dankeschön" in alle Richtungen, "die zum Gelingen dieses Tags beitragen."

Den anschließenden "Tag der offenen Tür" nutzten die Besucher, um sich über die Arbeit der kirchlichen Gruppierungen zu informieren, dem Adoramuschor und dem Kinderchor zu lauschen, sich das neue Gemeindehaus und die Entstehung anhand einer Bilderschau anzusehen oder einfach nur, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

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