Das Hasler Sportheim konnte die Zahl der Interessierten kaum fassen. Foto: Wolfgang Grether

Ein neuer Kunstrasenplatz soll die Trainingsbedingungen der Fußballer in Hasel verbessern.

Gleichzeitig entstehen mit einer Laufbahn und Weitsprunganlage verbesserte Bedingungen für den Schulsport. Mittels Halfpipe, Tischtennisplatte und Basketballkorb sowie einem Kletterpark sollen Angebote für Freizeit-, Jugend- und Breitensport geschaffen werden. SV Hasel-Chef Martin Schick und Kassierer Holger Trefzer stellten die fortgeschrittene Planung am Mittwochabend im Sportheim öffentlich vor. Das Bürgerinteresse war derart groß, dass kein Stuhl mehr leer blieb. Neben Menschen aus dem Vereinsumfeld waren auch Bürgermeister Frank-Michael Littwin, sein Vorgänger Helmut Kima und große Teile des Gemeinderats im Saal auszumachen.

 

Multifunktionales Sportgelände

Dem Zuzug, den damit einhergehenden steigenden Kinderzahlen und der nicht zuletzt dank des „Dorfentwicklungskonzepts 2024“ in Hasel herrschenden allgemeinen Aufbruchstimmung wolle auch der Sportverein gerecht werden, hieß es.

Das Training der Aktivmannschaft endet bisher meinst schon im September. Jugend und Bambini treffen sich im Frühjahr und Herbst nur auswärts oder sporadisch. All das gelte es zu verbessern. Der neue Kunstrasenplatz könne hier Abhilfe schaffen, sind sich die SV-Vorstandsmitglieder einig. Die bisher fehlende Wettbewerbsgleichheit mit anderen Vereinen werde ausgeglichen, der Jugendbereich erfahre eine Stärkung. Das sei wichtig, um Attraktivität und Fortbestand zu sichern.

Insgesamt sind 450 000 Euro veranschlagt. Der Verein selbst trägt mit mehr als 200 000 Euro beinahe die Hälfte selbst. Der Badische Sportbund werde sich nach mündlicher Zusage mit 45 000 Euro beteiligen, hieß es. Der SV Hasel kalkuliert des Weiteren mit Spenden in Höhe von etwa 50 000 Euro. Obwohl bisher noch nicht geworben wurde, seien bereits mehr als 8000 Euro eingegangen.

Verein wirbt um Spenden und Zuschüsse

Der Restbetrag von 150 000 Euro will der Sportverein bei der Gemeinde beantragen. Die Rückmeldungen aus der Fragerunde fielen positiv aus. Das dabei angesprochene Thema Hochwasser und Starkregen war seitens der für die Planung Verantwortlichen augenscheinlich schon bedacht worden. Bei einem Verein in näheren Umgebung hatte sich die Führung des SV Hasel kundig gemacht. Das Konzept beinhaltet daher entsprechende Schutzmaßnahmen. Was die Lebensdauer des Kunstrasens angeht, wurden Befürchtungen laut, das „Grün“ in 15 Jahren bereits wieder ersetzen zu müssen. Diese Sorgen teilen die Planer jedoch nicht. Bei der zu erwartenden Auslastung stünden Reparaturen oder Erneuerungen frühestens nach 25 bis 30 Jahren an, hieß es.

Wie Kunstrasen und Ökologie zusammenpassen, war ebenfalls eine Frage am Infoabend. Neue Rasenplätze seien ökologisch verträglich, hieß es. Andernfalls gäbe es keine Zuschüsse vom Sportbund. Dies sei bereits geprüft.

Abschließend erfolgte bei der Veranstaltung auch der Aufruf an die Mitglieder und Freunde des Vereins, sich tatkräftig miteinzubringen.