Das packende Stück „Castle of Glass“ Von Linkin Park eröffnete den zweiten Teil des Konzerts. Foto: Barbara Gaß und Tanja Kupferschmidt

Das Jahreskonzert des Harmonika-Orchesters Schopfheim (HOS) lockte zahlreiche Musikliebhaber in die Stadthalle gelockt.

Unter der Leitung ihrer Dirigentin Monika Müller präsentierten die Musiker ein breit gefächertes Repertoire, das von klassischen Arrangements bis hin zu modernen Stücken reichte. Mit viel Präzision, Leidenschaft und Begeisterung gelang es dem Orchester, die Zuhörer von Beginn an in seinen Bann zu ziehen, heißt es in einem Nachbericht.

 

Das Jahreskonzert bestätigte einmal mehr die hohe musikalische Qualität des HOS und dessen festen Platz im kulturellen Leben der Region. Die klangliche Vielfalt des Akkordeons wurde an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Instrument des Jahres 2026 präsentierte es sich in all seinen Facetten – von gefühlvollen, getragenen Melodien bis hin zu rhythmisch mitreißenden Passagen.

Die Jugend des Orchesters eröffnete den Konzertabend und setzte damit einen gelungenen musikalischen Startpunkt. So begeisterten die „Tastenflitzer“, unterrichtet von Wilhelm von Dungen, sowie die „Funtasten“, geleitet von Monika Müller, das Publikum. Mit viel Spielfreude, Engagement und souveräne Bühnenpräsenz präsentierten die jungen Musiker ihr Können und erhielten dafür großen Applaus.

Das HOS-Ensemble, bestehend aus fünf Musikerinnen und Musikern des Aktivorchesters unter der Leitung von Monika Müller. Das anspruchsvolle Programm wurde mit feinem Gespür für Dynamik und Balance und hoher Fingerfertigkeit dargeboten und fand beim Publikum großen Anklang. In der „Aria con Variazione“ entfalteten sich wunderschöne, gefühlvolle Melodien, die harmonisch in den einzelnen Stimmen getragen wurden. Mit „Russisch“ wurden die einzelnen Stimmen zu einem Wechselspiel von zarten Melodien bis zu lebhaften Passagen. Leicht und spritzig tanzten bei der „Tritsch-Tratsch-Polka“ die Finger über die Tasten. Die Musiker zeigten, wie facettenreich ein kleines Ensemble klingen kann, wenn Technik und Ausdruck ineinandergreifen.

Das Aktivorchester knüpfte nahtlos an dieses Niveau an. Die Stückauswahl war abwechslungsreich und bewusst kontrastreich gestaltet. Der zweite Teil des Konzerts wurde mit dem packenden Stück „Castle of Glass“ eröffnet. Bei „Spirit of Life“ das mit unterschiedlichen Klangwelten Akzente setzte sowie der temperamentvollen „Tarantella Arrabiata“ brachte mit ihrem rasanten Tempo spürbare Energie in den Saal. Mit dem sanften Stück“ Fields of Gold“ von Sting gelang ein ruhiger, emotionaler Moment, der das Publikum hörbar berührte. Ein weiterer Höhepunkt war das „Morricone Special“, das die Zuschauer in die Welt des Western entführte, die charakteristischen Melodien riefen sofort Bilder großer Filmklassiker wach. Die Zuhörer reagierten mit begeistertem Applaus und sichtbarer Anerkennung für die musikalische Gestaltung.

Charmant und souverän führte Lara Schweizer mit einer angenehmen Natürlichkeit durch den Abend. Ihre Moderation verlieh dem Ganzen eine persönliche Note und verband die einzelnen Programmpunkte auf stimmige Weise.

Unter dem anhaltenden Applaus des Publikums ließ sich das Orchester nicht lange bitten und spielte zwei Zugaben, die den gelungenen Konzertabend stimmungsvoll abrundeten.