Von Bernd Appermont bis James Bond: Der Musikverein „Harmonie“ Schapbach hat seinem Publikum beim Jahreskonzert ein buntes Programm dargeboten.
Begeistert gefeiert wurde in der voll besetzten Festhalle der Musikverein „Harmonie“ Schapbach bei seinem Jahreskonzert. Es war das vierte Jahreskonzert von Dirigent Markus Sauer mit den Schapbacher Musikern, die ihren Leistungsstand noch einmal erhöhen konnten. Selbst Musiker der Stadtkapelle Wolfach gratulierten zu diesem grandiosen Osterkonzert der Schapbacher Harmonie.
Das Niveau der Kapelle mit Dirigent Markus Sauer, der selbst in der Stadtkapelle Wolfach spielt, wurde nochmals angehoben, so der Tenor vieler Musiker am Sonntagabend. Wesentliche Fortschritte gab es nicht nur beim kleinen Blech, sondern auch im tiefen Blech.
Sauer hatte mit seinen 40 Musikern für das Osterkonzert ein anspruchsvolles, spannendes und abwechslungsreiches Programm einstudiert. Sehr gekonnt führte Collien Roth durch das Programm, während der stellvertretende Vorsitzender Frank Schmid die Begrüßung übernahm.
Hohe Anforderungen
Im ersten Programmteil bestimmten konzertante Titel das Programm, das mit der Ouvertüre „Schweizer Mosaik“ von Markus Götz eröffnet wurde. Dieser neunminütige Titel mit seiner eindrucksvollen Komposition und vielen „musikalischen Steinchen“ stellte gleich hohe Anforderungen an die Musiker, die sie aber bravourös meisterten.
Eine Abenteuerreise gab es bei „Robinson Crusoe“ des belgischen Komponisten Bert Appermont. Zu Beginn war die Weite des Meeres zu spüren, danach Aufbruchstimmung bis hin zur großen musikalischen Seefahrt. Bald droht Sturm und die Musik wurde dramatisch bis schließlich das Schiff unterging und Robinson überlebte.
„La Antigua“ des niederländischen Komponisten Jacob Haan führte danach die Zuhörer nach Spanien, genauer zur Wallfahrtskirche „ Santa Maria La Antigua.“ Dies war ein stimmungsvolles Stück mit sehr viel musikalischer Anziehungskraft und eingängigen Melodien.
Kraftvolle Rhythmen
Danach gab es ein Medley: „Around The Whiskey Jar“ hieß der Titel, womit die grüne Insel Irland gemeint war. Erwin Heinrich glänzte hier am Saxophon. Herausragend war bei diesem Werk des luxemburgischen Komponisten Ivan Boumans das hervorragende Zusammenspiel der 40 Musiker.
Nach der Pause folgte im zweiten Teil der Marsch „Captain America March“. Bei dieser musikalischen Reise ging es um kraftvolle Rhythmen. Mitreißenden Melodien prägten diesen Titel. Das bekannte Musical „Tanz der Vampire“ aus dem gleichnamigen Film von Roman Polanski gehörte ebenfalls zum Programm. Dieses Stück vom bekannten Komponisten Jim Steinmann, der für kraftvolle Melodien bekannt ist, wurde von der Kapelle gekonnt dargeboten und es gab Sonderapplaus.
Mitreißend dargeboten
Dirigent Markus Sauer hatte den Titel „James-Bound-Sound“ des Komponisten John Barry mit ins Programm genommen. Der Musikverein bot die Auswahl bekannter Melodien aus verschiedenen James-Bond-Filmen mitreißend dar. Hier waren mehre solistische Vorträge zu hören.
Gute Laune im Saal verbreitete sich beim letzten Titel des Jahreskonzerts mit „Ob-La-Di, Ob-La-da“ von den Beatles aus dem Jahre 1968. Viele von den beschwingten Melodien wurde von den Zuhörern mitgesungen oder mitgesummt. Langanhaltender Beifall gab es für dieses ausgezeichnete Konzert. Zwei Zugaben waren nötig, ehe die Musiker ihre Instrumente einpacken konnten.