Sie leiten die Geschicke des Musikvereins Harmonie Böhringen (von links): Daniela Langrock (Beisitzerin), Michael Schmid (stellvertretender Vorsitzender), Daniel Mohl (Kassierer), Benjamin Schwarzwälder (Beisitzer), Björn Seemann (Jugendleiter/Beisitzer), Yvonne Huonker (Beisitzerin), Michael Müller (Dirigent), Katja Schwarzwälder (Schriftführerin), Tanja Hack-Digiser (Beisitzerin) und Martin Häsler (Vorsitzender). Foto: Schwarzwälder

Mit Improvisation, Mut und Kreativität hat der Musikverein Harmonie Böhringen im vergangenen Jahr den Probenbetrieb, wenn auch in sehr eingeschränkter Form, aufrecht erhalten können.

Dietingen-Böhringen - Dafür erntete Dirigent Michael Müller bei der Mitgliederversammlung vor dem Sportheim große Anerkennung. Bis zu viermal in der Woche sei der musikalische Leiter nach Böhringen gefahren, um mit den Musikern in Kleingruppen entsprechend den Corona-Bestimmungen zu proben, lobte Vorsitzender Martin Häsler in seinem ­ersten Rückblick als Vereinsvorsitzender. Häsler wurde für ein weiteres Jahr gewählt.

Auch Kassierer Daniel Mohl (auf ein Jahr) sowie die Ausschussmitglieder Yvonne Huonker, Daniela Langrock und Benjamin Schwarzwälder (allesamt auf zwei Jahre) stellten sich erneut zur Verfügung. Für Laura Schwarzwälder rückte Jugendleiter Björn Seemann als Beisitzer nach.

Die Kapelle bestand im vergangenen Jahr aus 41 Aktiven. Es gäbe in 2021 aber weitere Abgänge zu verzeichnen, bedauerte der Vereinschef. Positiv sei dafür, dass zwei Musikerinnen zur "Harmonie" gefunden hätten und das Flötenregister verstärkten.

Eine erfreuliche Nachricht verkündete Häsler am Ende der Versammlung. Nachdem das Schlachtfest im vergangen Jahr ausfallen musste, findet die weitum bekannte Herbstveranstaltung der Böhringer Musiker nach aktuellem Stand am Sonntag, 19. September, in abgespeckter Form bei der Turn- und Festhalle statt.

Die Schlachtplatte kann nach Vorbestellung entweder vor Ort verzehrt oder abgeholt werden. Bei schlechtem Wetter will man in die Halle ausweichen. In diesem Fall wäre ein 3 G-Nachweis erforderlich. Eine Abholung der Schlachtplatten, so die Vereinsführung, sei aber in jedem Fall möglich.

Die schwierige Situation habe die Musiker noch mehr zusammengeschweißt, hob der musikalische Leiter hervor. Michael Müller erinnerte, dass man bereits im Mai mit Proben für Gruppen im Freien begonnen habe. Damit sei ein größerer Lerneffekt erzielt werden. Denn: Keiner habe sich verstecken können. Neue "musikalische Zugpferde" hätten sich entwickelt, freute sich Müller.

Schriftführerin Katja Schwarzwälder erinnerte mit einer Bilderpräsentation an die Aktivitäten des vergangen Jahres. Etwas kürzer wie gewohnt fiel der Vortrag von Kassierer Daniel Mohl aus – zumindest was den Einnahmenbereich betraf.

Trotz Corona sei das Jahr 2020 für ihn recht spannend und aufregend gewesen, verriet Jugendleiter Björn Seemann. Er verwies auf die Gründung des gemeinsamen Jugend-Projekt-Orchesters in der Gesamtgemeinde. Daniel Hirt habe hierfür die Leitung übernommen. Viele neue Jugendliche seien hinzukommen. In Böhringen befänden sich derzeit elf Kinder und Jugendliche in Ausbildung. Das Ferienprogramm 2020 habe aufgrund von Corona nicht stattfinden können.