Die Band Wishing Well heizte den Gästen der Jubiläumsfeier richtig ein und rockte die Bühne. Foto: Lothar Schwark

Die Harley-Freunde Freudenstadt feierten ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert der Rockband Wishing Well in Alpirsbach. Dabei ging der Vorsitzende auch auf die Geschichte des Vereins ein, der unter anderem auch schon dreimal zu Ausfahrten in den USA war.

Die Freiheit des Motorradfahrens, aber auch die große Kameradschaft verbindet die Harley-Freunde Freudenstadt seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum bejubelten die aktuell 24 Mitglieder mit einem Rockkonzert der Extraklasse.

 

Zum 20-jährigen Bestehen spielte in der Torgasse 9 neben dem Clubheim der Harley-Freunde die Band Wishing Well auf. Sie zählt zu den angesagtesten „Classic Rock Cover Bands“ in Süddeutschland. Emotional, wuchtig und mit großer Spielfreude präsentierte „Wishing Well“ neben zahlreichen Rock-Krachern auch melancholische Blues-Balladen.

Bevor die rauschende Rocknacht durchstartete, stellte der Vorsitzende Oliver Grohe den zahlreichen Besuchern die Geschichte des Vereins vor. So sind die Mitglieder mit Oldtimern wie auch neusten Maschinen unterwegs. Je nach Baumuster ist man mit 34 bis 100 PS unterwegs. Die Altersstruktur im Verein liegt zwischen 35 und 70 Jahren.

Clubheim ist in einer früheren Dreherei

Zusammen mit Grohe haben Hein Störzer, Hans Hermann Gaiser, Edy Obert, Rudi Stockburger und Berthold Götz vor 20 Jahren im Turmbräu Freudenstadt die Harley-Freunde Freudenstadt gegründet.

In einer früheren Dreherei im Gebäude der Klostermühle haben die „Harley Freunde“ mit viel Eigenarbeit ein schmuckes Clubheim gestaltet. Einmal im Monat trifft man sich dort um das soziale Miteinander nicht zu kurz kommen zu lassen.

20 Jahre Harley-Freunde Freudenstadt wurden am Samstag bejubelt. Darüber freuten sich auch Mitglieder des Vorstands und Organisatoren (von links): Zweiter Vorsitzender Stefan Schaufler, Henry Glitzenhirn (Organisation), Rolf Kosmahl (Organisation) und der Vorsitzende Oliver Grohe. Foto: Lothar Schwark

Ein verbindendes Element sind die gemeinsamen Ausfahren. So war der Verein bereits dreimal in den USA, um dort Beispielsweise die Route 66 zu befahren. In den USA wurden bereits 20 000 Kilometer zurückgelegt. „Das Ganze in den letzten 20 Jahren absolut unfallfrei“, brachten die Biker als eingeschworene Gemeinschaft zum Ausdruck.

Im Frühjahr war der Verein mit 21 Maschinen in Sardinien unterwegs, aber auch Litauen und weitere Orte der Welt wurden schon erkundet. Bei Dienstagsausfahrten im Sommer werden ebenso der Schwarzwald und die Schwäbische Alb erkundet. „Bei den großen Reisen sind auch unsere Frauen dabei“, betonen die Harley-Freunde.

Glück hatte der Verein mit dem Wetter zu ihrer Jubiläumsfeier. Die angekündigten Schauer ließen sich bis gegen 1 Uhr Zeit. Bei warmen Abendtemperaturen lies es sich gut feiern.

„Wishing Well“ heizte mit vielen Nummern ein, die heute noch Kultstatus besitzen. Titel von Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath verfehlten ihre Wirkung nicht. Queen durfte wie Manfred Mann oder Uriah Heep nicht fehlen. Die Rockgemeinde ging mit und mit jeder Stunde nahm die Größe der Fangemeinde zu. Beim immer noch durchdringenden „Heroes“ von David Bowie fühlte sich mancher Besucher wie der „King“.

42 Titel die oft Musikgeschichte geschrieben haben

In drei Blöcken servierte die aus Ludwigsburg stammende Band 42 Titel die oft Musikgeschichte geschrieben haben. Viele kraftvolle Hits waren dabei. Wichtig ist es der Band die Energie der Musik an ihre Zuhörer weiterzugeben. Der Spaß an der Musik und die Verbindung mit dem Publikum stehen bei der Band an erster Stelle. Alle sechs Bandmitglieder arbeiten in normalen Berufen vom Krankenpfleger bis zum Heizungstechniker oder Raumausstatter. Zwei Mitglieder sind in ihrer Freizeit auch mit einer Harley unterwegs.

Ein Credo der Band lautete auch in Alpirsbach: „Musik muss dich fesseln, du musst die Leute abholen. Die Menschen müssen genauso viel Spaß wie wir selbst haben.“ In Alpirsbach fühlte sich „Wishing Well“ gut aufgehoben. Mit dem Titel „Free Bird“ von Lynyrd Skynyrd verabschiedeten sie sich nach einem rundherum gelungenen Auftritt von der Bühne.