Wie geht es mit dem Hardthausweiher weiter? Diese Frage wurde am Mittwochabend im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss diskutiert. Das Angeln könnte am Weiher Geschichte sein – oder künftig unter ganz neuen Vorzeichen stehen.
Der Hardthausweiher hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Sorgenkind entwickelt. Deshalb ruht derzeit auch das Pachtverhältnis mit dem Sportanglerverein Rottweil.
Große Wasserverluste wegen Problemen mit dem Mönch aber auch dem Damm haben zuletzt verschiedene Eingriffe notwendig gemacht. Gleichzeitig wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um über die weitere Zukunft des Weihers entscheiden zu können. Micha Sonnenfroh aus der Abteilung Stadtgrün und Gewässer der Stadtverwaltung stellte die Ergebnisse am Mittwochabend den Stadträten im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss (UBV) vor.
Nutzung fürs Angeln steht auf der Kippe
Die Räte bewilligten nun zum einen eine überplanmäßige Ausgabe von 105 000 Euro für die Sanierungsuntersuchungen. Zum anderen wurde entschieden, mit der Rettung des Weihers fortzufahren oder aber ihn sich selbst zu überlassen. Allerdings: In seinen ursprünglichen Zustand soll der Hardthausweiher nicht wieder versetzt werden. Die Nutzung fürs Angeln steht auf der Kippe.
Die verschiedenen Varianten
Der Ausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung, drei Möglichkeiten weiter im Blick zu behalten und im Detail auszuwerten, um den Gemeinderat dann im kommenden Jahr entscheiden zu lassen.
Natursee: Der Schlamm könnte umgeschichtet werden, sodass sich ein Niedermoor am Natursee bildet, der dabei stetig schrumpfen wird. Die Kosten werden auf eine sechsstellige Summe geschätzt.
Niedermoor: Der Schlamm wird aus- und wieder eingebaut, sodass die ganze Weiherfläche in ein Niedermoor verwandelt wird. Auch hier dürften die Kosten im sechsstelligen Bereich liegen.
Eigenentwicklung: Der Hardthausweiher bleibt sich selbst überlassen, der Schlamm wird nicht ausgebaut, sodass sich die Seefläche stetig verringern wird. Hier wird von Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich ausgegangen.
Ralf Banholzer (CDU) brachte eine weitere Idee ein: Der Weiher könnte dem Sportanglerverein überlassen werden. Auch dies will die Verwaltung nun im Gespräch mit dem Verein prüfen.